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Faszination Universum - Die Schwerkraft: Der Dirigent der Welt

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Faszination Universum - Die Schwerkraft: Der Dirigent der Welt

Wissenschaft

Es ist, als würde die Welt einem geheimnisvollen Takt folgen. Die Planeten im Universum scheinen förmlich zu tanzen. Auch das Leben folgt einem unsichtbaren Dirigenten. Es gibt eine Kraft, der nichts und niemand entfliehen kann - weder die Planeten im Universum noch ein Nilpferd auf der Erde. Die Schwerkraft hält die Planeten nach einem festen Plan in Bewegung und bestimmt alles Leben auf der Erde. Harald Lesch begibt sich auf die Suche nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält. Dazu reist er an ungewöhnliche Orte. Auf einem Rummelplatz testet er die Gesetze der Schwerkraft. Keine andere Kraft der Physik kann so ein großes Vergnügen bereiten. Auf Lanzarote macht sich Harald Lesch auf zu einer Reise Richtung Mittelpunkt der Erde. Noch immer ist das Erdinnere ein Ort voller Geheimnisse. Die Hitze und der Druck machen es für Forscher nahezu unerforschbar. Und doch findet sich ausgerechnet hier der Schlüssel zu dem, was unsere Erde so viel lebenswerter macht als alle anderen Planeten. Die Erdanziehungskraft war auch für die Evolution des Lebens ein entscheidender Faktor. Dabei ist die Wirkweise der Schwerkraft bis heute ein Rätsel. Wissenschaftler beginnen erst nach und nach, diese allumfassende Kraft und ihren Einfluss besser zu verstehen. 2017 erlangten Forscher für den Nachweis von Gravitationswellen aus dem All - ausgelöst durch Ereignisse Millionen von Lichtjahren entfernt - den Nobelpreis. Die Kraft, die Planeten tanzen lässt und ohne die sich das Leben nicht so entwickelt hätte, wie wir es kennen, durchdringt das gesamte Universum. Harald Lesch zeigt auf eindrucksvolle Weise: Nichts entgeht ihrer Wirkung.
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Faszination Universum - Aliens: Der erste Kontakt

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Faszination Universum - Der Urknall: Das Rätsel des Anfangs

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Das "Dritte Reich" vor Gericht GESCHICHTE Das Urteil, D 2009
Der Justizpalast von Nürnberg ist 218 Verhandlungstage lang Schauplatz des historischen Ereignisses. Im Oktober 1946 endet der Hauptprozess mit der Verkündung von zwölf Todesurteilen. Der Autor Michael Kloft hat mit den letzten lebenden Zeitzeugen und mit Experten gesprochen. Mithilfe einer umfangreichen Sammlung von Originalfilmen und Fotos rekonstruiert er das Verfahren im Gerichtssaal - und die Vorgänge hinter den Kulissen.
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Geheimnisse der digitalen Revolution DOKUMENTATION Der Traum von der klugen Maschine, D 2016
Laptops, Tablets und Smartphones sind Computer, klar. Sogar ein Fahrkartenautomat ist einer. Aber wer hat den Computer erfunden? Waren es tatsächlich die Amerikaner? Die visionären Grundlagen für den Computer von heute legten Charles Babbage und Ada Lovelace bereits im 19. Jahrhundert. Der Ingenieur Konrad Zuse baute 1941 mit dem "Z3" den ersten funktionsfähigen Computer der Welt. 1942 gab die US-Armee den ENIAC in Auftrag. Um diese und andere Fragen geht es in "Geheimnisse der digitalen Revolution". Die sechsteilige Reihe ist eine Reise in die Vergangenheit zu Erfindern, Mathematikern, Ingenieuren und ersten Nerds.
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Geheimnisse der digitalen Revolution DOKUMENTATION Siegeszug der Rechenmonster, D 2016
Die Folge "Siegeszug der Rechenmonster" zeigt, wie in den 50er Jahren der Computer-Markt erblüht. Die Elektronengehirne sind nicht mehr nur Rechenwerkzeuge. Mit dem Wachsen des Computer-Marktes übernehmen die "Rechenmonster" auch Aufgaben in der Wirtschaft. Eine Firma, die bisher auf Lochkarten und Bürosysteme spezialisiert war, erobert diesen neuen Markt im Sturm. Das lässt einen ehrgeizigen Deutschen nicht kalt. Heinz Nixdorf erschafft in den 50ern eine deutsche Computer-Branche, die vorher gar nicht existierte. In den USA wird unterdessen dank des zahlungskräftigen Verteidigungsministeriums eine wahre Forschungslawine losgetreten. Aus ihr gehen Dinge wie der Computer-Chip und vernetzte Computer hervor. Sie bilden auch heute die Grundlage für das Internet. Das alles hat sogar geografische Auswirkungen: Die Pfirsichhaine um Palo Alto weichen Büros und Entwicklungslaboren. Diese Region wird künftig als "Silicon Valley" in die Computergeschichte eingehen.
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Geheimnisse der digitalen Revolution DOKUMENTATION PCs erobern die Welt, D 2016
Dass der Computer heute in fast jedem Büro und fast jeder Wohnung steht, haben wir einer bunten Mischung aus Hippies, Hobbybastlern, Außenseitern, Nerds und Verrückten zu verdanken. Die Folge "PCs erobern die Welt" widmet sich den 1960er Jahren. Inmitten der Flower-Power-Bewegung formiert sich an der US-Westküste eine Keimzelle von Computer-Pionieren. Die Geburt von Apple und Microsoft befreit Computer aus Laboren und Banken. Ihre Namen werden später legendär: Steve Wozniak, Bill Gates und Steve Jobs. Nur einen Namen hat man fast vergessen: Ron Wayne. Die dritte Folge der Reihe "Geheimnisse der digitalen Revolution" besucht den vergessenen dritten Apple-Gründer. Er erzählt von der nicht ganz so einfachen Gründung des späteren Weltkonzerns. Ungläubig staunen die Zuschauer über die Experimente von Doug Engelbart, die 1968 einem Science-Fiction-Film entstammen könnten. Und lauschen den unterhaltsamen Anekdoten von Lee Felsenstein, dem Vorsitzenden des legendären Homebrew Computer Clubs, an dem kein Computer-Nerd in den 70ern vorbeikam. Die Zuschauer sind dabei, wenn der PC die Welt erobert.
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Unschuldig hingerichtet RECHT UND KRIMINALITÄT Ein rätselhafter Feuertod, USA 2010
Ein verheerender Brand, drei tote Kinder und ein unverletzter Familienvater, der sich in Widersprüche verstrickt: Alles deutet auf heimtückische Brandstiftung hin und war doch ganz anders. Am 23. Dezember 1991 steht in der US-amerikanischen Kleinstadt Corsicana das Haus der Familie Willingham in Flammen. Die Mutter ist einkaufen gegangen, ihre Kinder sterben, der Vater bleibt unverletzt. Schnell scheint klar: Er hat das Haus absichtlich in Brand gesetzt. Cameron Todd Willingham wird angeklagt und zum Tode verurteilt. Kurz vor der Vollstreckung sorgt ein neues Brandgutachten für Aufsehen. Hingerichtet wird der vermeintliche Brandstifter dennoch. Unschuldig, wie sich später herausstellt.
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Tod in St. Augustine RECHT UND KRIMINALITÄT Selbstmord oder Mord?
Nachdem Michelle O'Connell die Beziehung zu ihrem Freund, einem Polizisten, beendet hatte, wurde ihre Leiche am selben Abend mit einer tödlichen Schusswunde aufgefunden. Dieser Fall beschäftigt sich mit dem vermeintlichen Selbstmord einer jungen Mutter aus St. Augustine in Florida. Viele Indizien sprechen für Mord. Decken die Ermittler die Tat ihres Kollegen?
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Dead Man Talking - Die Hinrichtung des Gary Gilmore DOKUMENTARFILM
17. Januar 1977, 8:08 Uhr morgens. Jahrelang als "grausam" vor Gericht verdammt, kehrt die Todesstrafe nach Amerika zurück. Gilmore spricht seine letzten Worte: "Let's do it." Ein Moment der Stille - dann zerreißen Gewehr-Salven die Luft. Lawrence Schiller, Produzent und Emmy-Award-Gewinner, sieht die wohl berühmteste Hinrichtung der Geschichte in einem anderen Licht: als etwas, das das Justizsystem nachhaltig veränderte. Für diese Dokumentation öffnete Schiller seine Archive, einschließlich der bis dahin noch nicht veröffentlichten Interviews mit Gilmore, seiner Freundin Nicole Baker und den Witwen der beiden Mordopfer. Zu Wort kommen der Staatsanwalt, die Verteidiger und die Polizisten.
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auslandsjournal - die doku DOKUMENTATION Nordkorea zwischen Führerkult und Autoscooter Im Märchenland des jungen Kim, ROK 2014
"Erst, wenn der geliebte General mit meiner Arbeit zufrieden ist, werde ich mich um Heirat und mein privates Glück kümmern", so die nordkoreanische Arbeiterin Ri Hui Ran. Die Arbeiterin in einem Staatsbetrieb steht zwischen riesigen Stoffballen, aus denen sie Unterhosen fertigt. Wie alle Interviewpartner in der Dokumentation wurde sie vom nordkoreanischen Kultusministerium ausgewählt, mit dem ausländischen Fernsehteam zu sprechen. Zehn Tage lang konnte die Filmemacherin Carmen Butta mit ihrem Team in diesem Staat drehen, der seine Grenzen nur selten für Blicke von außen öffnet und aus dem immer erschreckendere Informationen dringen. Arbeitslager, Massenexekutionen, weitere Raketentests. Den eingeladenen Journalisten präsentierte das Regime ein anderes und doch entlarvendes Bild von sich: eine Delfin-Show zum Vergnügen der Hauptstädter, Picknick im Park, Touristen im schönen Kumgangsan-Gebirge, der Hauptstadt-Friseursalon, Kinder, die in irritierender Perfektion vortanzen und singen. Und doch scheint die Diktatur durch jedes einzelne der zahlreichen Interviews durch. Die ausgewählten Gesprächspartner preisen ihren "geliebten General" Kim Jong Un, beteuern, es fehle ihnen weder an Religions- noch Meinungsfreiheit, halten Nordkorea für das glücklichste Land der Welt. Der Film bietet Bilder, wie man sie aus Nordkorea noch nie gesehen hat. Er zeigt, dass Kim Jong Un mit aller Macht versucht, die Mittelschicht des Landes bei Laune und so bei der Stange zu halten, und wirft dadurch die Frage nach der Zukunft dieses Regimes auf. Wie lange wird es dauern, bis die eingeschmuggelten Filme aus Südkorea, Informationen über andere Orte auf der Welt oder Geschichten von Flüchtlingen die Nordkoreaner auf die Idee bringen könnten, dass ihnen im "besten Land der Welt" vielleicht doch etwas fehlt?
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Geheimes Nordkorea ZEITGESCHEHEN Die sieben Säulen der Macht
Nordkorea: Das kleine Land in Ostasien gibt sich unbeugsam, seine Herrscherfamilie scheint unantastbar. Aber mit welchen Strategien schützt sich das Regime vor dem Zusammenbruch? Der Film ergründet den Führerkult des Landes und zeigt, wie Diktator Kim Jong Un mit totaler Kontrolle sein Volk beherrscht. Ein hochrangiger nordkoreanischer Flüchtling gibt Einblicke in die dunklen Finanzgeschäfte des Landes. Ein Nuklearwaffenspezialist deckt auf, mit wessen Hilfe Nordkorea die Atombombe entwickeln konnte. Und schlussendlich beantwortet der Film die zentrale Frage: Was will das Regime in Pjöngjang, was will Kim Jong Un?
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Atommacht Nordkorea - Die Kim-Dynastie ZEITGESCHEHEN
Die Verhältnisse auf der koreanischen Halbinsel bleiben angespannt. Machthaber Kim Jong Un, der jederzeit einen Atomkrieg auslösen könnte, landet immer wieder in den Schlagzeilen. Trotz der Annäherung zu Südkorea und einem Erfolg versprechenden Treffen mit Donald Trump schürt Nordkorea die Angst vor einer nuklearen Aufrüstung. In der dritten Generation hält die kommunistische Kim-Dynastie die Welt mit ihrer Drohpolitik in Atem.
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Undercover in Nordkorea - im Reich des Kim Jong Un DOKUMENTATION
Er ist der unheimlichste und gefährlichste Diktator der Welt: Kim Jong Un. Der "Oberste Führer" Nordkoreas provoziert die internationale Öffentlichkeit regelmäßig mit neuen Raketenabschüssen. Immer wieder warnt Nordkorea mit drastischen Worten vor einer nuklearen Option. Ein Krieg ist nicht mehr ausgeschlossen. Weiß die nordkoreanische Bevölkerung um diese Gefahr? In der Dokumentation "Undercover in Nordkorea" geht der Reporter Alexis Breton - getarnt als Tourist - auf Spurensuche im geheimnisvollsten Land der Welt. Immer unter der Aufsicht der Behörden, gelingt es dem Undercover-Journalisten trotzdem, unbemerkt zu filmen und so Einblicke in eine Gesellschaft zu ermöglichen, die täglicher Propaganda und dauernder Kontrolle ausgesetzt ist. Der Hass auf Amerika ist Staatsdoktrin und wird schon den Kleinsten vermittelt. Die Abbildungen von Raketen auf Plakaten und in Fernsehspots sind allgegenwärtig. Angst vor einem Krieg mit den USA scheint in Nordkorea niemand zu haben. Die Menschen glauben: Wir haben die Atombombe, und wir haben die Wasserstoffbombe. Wir können uns wehren.
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Mein Besuch in Nordkorea DOKUMENTATION Video-Tagebuch junger Reisender, D 2014
Individual-Tourismus westlicher Art ist in Nordkorea für Ausländer schlicht verboten. Doch selbst die von Behörden streng begleiteten Reisen ermöglichen kleine Einblicke hinter die Fassaden. "Mein Besuch in Nordkorea" erzählt in der Form von Videotagebüchern die Eindrücke von sechs jungen Touristen, die diese Reisen mitgemacht haben. Sie haben die Freiräume, die sich trotz der staatlichen Begleitung boten, genutzt - und gefilmt.
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Gold für Kim - ein Leben für Nordkoreas Führer DOKUMENTATION, D 2018
Mit Atombombentests und martialischen Drohungen versetzen Nordkorea und sein Diktator Kim Jong Un die Welt immer wieder in Sorge. Aus dem Inneren des Landes dringt wenig nach außen, denn ausländischen Journalisten wird nur selten die Einreise erlaubt. Wie Mangelwirtschaft, Blockwart-Kultur und Denunziantentum das Alltagsleben prägen, davon ist in der offiziellen Propaganda nichts zu sehen. Glitzerbauten, riesige Statuen des Vaters und des Großvaters von Kim Jong Un, aufwendige Inszenierungen von Macht und Größe sollen der Erbauung dienen - und über die Niederungen des kommunistischen Alltags hinwegtrösten. Reporter Michael Höft hat sich im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Südkorea die Erkundung des sportlichen Nordkorea vorgenommen. Stadien, Sporthallen, Reit-Clubs, Bolzplätze und Wintersportresorts sind Orte, die Nordkorea dem Besucher aus dem kapitalistischen Ausland gerne zeigt. Über das Thema Sport findet sich ein leichter und unkomplizierter Zugang zu den Menschen in dem hermetisch abgeriegelten Land. Die Dokumentation begleitet verschiedene Hobby- und Leistungssportler bei ihrem Trainingsalltag.
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Südkorea - Erfolg um jeden Preis AUSLANDSREPORTAGE, F 2018
Mit langen Arbeitszeiten, Arbeitsdisziplin und einem ehrgeizigen Schulsystem hat Südkorea es geschafft, eine der schlagkräftigsten Wirtschaften der Welt aufzubauen. Jeder hier hat dasselbe Ziel: erfolgreich sein und gewinnen. Doch die Zeiten ändern sich, das Limit scheint erreicht: Selbst, wenn die ökonomischen Werte weiterhin stimmen, wachsen auf der anderen Seite doch auch Arbeitslosigkeit und soziale Ungleichheit. Die Dokumentation wirft einen Blick hinter die Kulissen des Landes.
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Geheimakte Kim Jong Un - Nordkoreas rätselhafter Führer DOKUMENTATION
Er ist allgegenwärtig und äußerst rätselhaft: Kim Jong Un, Nordkoreas Machthaber. 2011 beerbte er seinen verstorbenen Vater, als dritter Machthaber der Kim-Dynastie in Folge. Kim wurde in der Schweiz ausgebildet, ging auf eine öffentliche Schule, soll ein fleißiger und ehrgeiziger Schüler gewesen sein, der viel Spaß am Basketball hatte. Die Hoffnung: Mit ihm als Nachfolger seines Vaters könnte sich das Land dem Westen vorsichtig öffnen. Doch in Wirklichkeit verschärfte sich seit seiner Machtübernahme die Nordkorea-Krise. Nach mehreren Atomwaffentests erklärte sich das Land 2012 selbst zur Atommacht. Der UN-Sicherheitsrat verhängte danach Sanktionen, das Regime provozierte weiter mit Militärmanövern und Atomtests. Auch im familiären Umfeld ging Kim Jong Un mit harter Hand gegen Kritiker vor. So ließ er 2013 seinen Onkel Jang Song-Thaek wegen angeblicher Umsturzversuche hinrichten. Auch seine Tante verschwand - unklar ist, ob sie das Schicksal ihres Mannes teilt oder ob sie Selbstmord beging. Die Versuche des Westens, eine Annäherung mit dem Regime zu erzielen, schlugen bislang alle fehl. Einzig der amerikanische Basketball-Star Dennis Rodman sollte mit skurrilen Besuchen in Pjöngjang zeigen, dass der Diktator ein Mann zum Anfassen ist. Die Dokumentation "Geheimakte Kim Jong Un - Nordkoreas rätselhafter Führer" zeigt das Bild eines Mannes, der sein Land immer weniger abschirmen und abschotten kann, aber trotzdem keine Verhandlungen mit dem Westen will. Der Autor Anthony Dufour berichtet auch Persönliches, so beispielsweise über die Freundschaft Kims zu einem japanischen Koch oder über die bewusst inszenierte Ehe mit der Sängerin Ri Sol-Ju. Die Dokumentation befragt außerdem Zeitzeugen und Experten und gibt exklusive Einblicke in das Leben des wohl rätselhaftesten Diktators der Welt.
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Faszination Universum ASTRONOMIE Asteroiden: Die letzte Chance, D 2016
Eine unterschätzte Gefahr: Asteroiden auf Kollisionskurs. Harald Lesch reist in einem virtuellen Raumschiff ins Sonnensystem, um herauszufinden, wie wir der Gefahr begegnen können. Millionen von Asteroiden vagabundieren durch unser Sonnensystem. Täglich fallen mehrere Tonnen Asteroidenstaub zur Erde. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis uns ein großer Brocken gefährlich wird. Doch trotz des Risikos sind Abwehrmaßnahmen bisher reine Theorie. Im Morgengrauen des 15. Februar 2013 erhellt ein Feuerball den Himmel über der russischen Kleinstadt Tscheljabinsk. Seine Druckwelle beschädigt Tausende Gebäude. Spätere Auswertungen zeigen: Hier war ein Asteroid von etwa 20 Metern Durchmesser beim Durchgang durch die Atmosphäre explodiert. Er war völlig unbemerkt auf Kollisionskurs gelangt, denn selbst die besten Teleskope können Asteroiden nur unter bestimmten Bedingungen erspähen. Die meisten Asteroiden im Sonnensystem ziehen ihre Bahnen weit entfernt von der Erde, im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Dort sind sie für uns keine Gefahr. Allerdings reicht schon ein kleiner Anlass, um das labile Gleichgewicht zu stören. Es ist vor allem Jupiter, der regelmäßig für gefährliche Unruhe sorgt, obwohl er 300 Millionen Kilometer vom Asteroidengürtel entfernt ist. Wann der nächste Asteroideneinschlag droht, kann niemand mit Sicherheit vorhersagen. Klar ist nur: Er wird kommen. Vorkehrungen für den Ernstfall sind bisher reine Theorie. Vielen scheint vor allem eine Lösung denkbar: den Asteroiden mithilfe eines Raumschiffs aus seiner Bahn lenken. Allerdings ist diese Methode nur bei kleinen oder noch weit entfernten Asteroiden wirkungsvoll. Bei akuter Gefahr bleibt nur, den potenziellen Killer mit Sprengungen aus seiner Bahn zu katapultieren oder ganz zu zerstören. Doch auch eine Sprengung birgt Risiken, denn Asteroid ist nicht gleich Asteroid. Je nach Beschaffenheit und Größe müsste ein Sprengsatz punktgenau platziert werden, um den Erfolg der Mission zu garantieren. Solche Manöver im Weltraum sind jedoch eine Herausforderung, wie die Bruchlandung des Philae-Landers auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko im November 2015 gezeigt hat. Im Zweifel bleibt nur eine Chance: eine bemannte Mission, deren Crew die richtige Platzierung des Sprengsatzes sicherstellen kann. Das Problem: Zurzeit existiert jedoch keine geeignete Rakete, die Menschen auch nur bis zum Mond bringen könnte. Was den Ingenieuren in den 1960er Jahren gelang, scheint heute in weiter Ferne. Die immerwährende Gefahr eines Asteroideneinschlages sollte genügen, um die Weltgemeinschaft zur Entwicklung geeigneter Triebwerke zusammenzuschweißen. Doch die unberechenbare Gefahr, die in weiter Ferne scheint, genügt offensichtlich nicht für eine internationale Anstrengung. Die nötige Motivation könnte nun von unerwarteter Seite kommen: Privatunternehmen wie Planetary Resources oder Deep Space Industries wollen schon in etwa zehn Jahren Metalle wie Gold und Platin auf Asteroiden abbauen. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Verlockung von Reichtümern die Entwicklung neuer Technologien beflügelt. Doch es bleibt die Frage: Wem gehört das Weltall? Die Nagelprobe wird der erste wirtschaftlich verlockende und erreichbare Himmelskörper sein. Ein Lehrstück internationaler Interessenkonflikte und des Kampfes um neue Ressourcen findet sich auf der Erde: die Antarktis. Dennoch braucht es eine globale Anstrengung, um im Ernstfall für eine Asteroidenabwehr die nötige Technologie zur Hand zu haben. Vielleicht bietet eine Vision dazu den Anlass: der bemannte Flug zum Mars. Vor mehr als 50 Jahren hatte der Traum vom ersten Menschen auf dem Mond Politiker wie Ingenieure beflügelt. Heute ist es der Traum vom Mars, der für den nötigen technologischen Schub sorgen und so die Menschheit vor einer kosmischen Bombe bewahren könnte.
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Faszination Universum ASTRONOMIE Aliens: Der erste Kontakt, D 2016
Unfassbar viele Sterne, unzählige Möglichkeiten: durchaus denkbar, dass es irgendwo da draußen Aliens gibt. Wie können wir sie finden - und sie uns? Oder gab es schon einen ersten Kontakt? 1990 ist Belgien im UFO-Fieber. Unbekannte Flugobjekte werden vom Radar erfasst, und Tausende Augenzeugenberichte rufen selbst das Militär auf den Plan. Rätselhafte Signale werden als Botschaften Außerirdischer gedeutet. Forscher verfolgen die Spuren bis ins All. Manchmal trifft es sogar Profis: Als 1969 die Besatzung von Apollo 10 den Mond umrundete, hatte sie ein Erlebnis der besonderen Art. Ihre Mutmaßung, Botschaften von Außerirdischen empfangen zu haben, blieb viele Jahre in den NASA-Archiven unter Verschluss. Aber auch seriöse Wissenschaftler halten Aliens für möglich. Schließlich gibt es allein in der Milchstraße über 100 Milliarden Sterne, die meisten umgeben von Planeten. Doch es ist unmöglich, jeden möglichen Kandidaten zu untersuchen. Vermeintliche Hinweise auf Außerirdische sind daher Zufallsfunde. So auch ein Signal, das 1977 mit einem Radioteleskop in Ohio aufgefangen wurde. Auf dem Computerausdruck, der das auffällige Signal dokumentiert, notierte der Forscher "Wow!". Noch heute grübeln Forscher darüber, ob das sogenannte "Wow-Signal" eine Botschaft Außerirdischer war. Es war nicht das erste Mal, dass ein Forscher glaubte, das Signal einer außerirdischen Intelligenz empfangen zu haben. Nikolai Tesla, ein genialer Wissenschaftler, war schon lange zuvor überzeugt, Kontakt mit Marsianern zu haben. Tatsächlich hatte er außerirdische Signale aufgefangen, nur - wie man inzwischen weiß - kamen sie nicht vom Mars. Mit Außerirdischen in Kontakt zu treten, ist ein alter Menschheitstraum. Der deutsche Mathematiker Carl Friedrich Gauß machte sich bereits vor etwa 200 Jahren konkrete Gedanken dazu. Er setzte darauf, dass die Mathematik die universelle Sprache im Weltall sei und außerirdische Intelligenzen entsprechende Botschaften verstünden, wenn man sie nur in geeigneter Weise übermittelte. Mithilfe von Raumsonden, wie den Voyager-Sonden, schickte man später ausgefeilte Nachrichten ins All. Tatsächlich sendet die Erde bereits einige Millionen Jahre ohne menschliches Zutun eine entscheidende Nachricht ins Universum: Auf diesem Planeten gibt es höher entwickeltes Leben. Der Hinweis findet sich versteckt im Sonnenlicht, das unsere Atmosphäre durchdringt. Wurde die Nachricht schon von Aliens entdeckt? Manch einer ist der Überzeugung, dass Außerirdische der Erde schon längst einen Besuch abgestattet haben. Hinweise auf solche Besucher sollen sich im Geheimwissen von Urvölkern wie den Dogon in Mali finden. Und schließlich: Was ist dran an den unzähligen UFO-Meldungen aus der jüngeren Vergangenheit? Mithilfe der Wissenschaft lassen sich selbst Berichte von Entführungen durch Außerirdische analysieren. Harald Lesch untersucht den UFO-Glauben mit wissenschaftlichem Blick. Und er stößt dabei auf einen Kontakt, der vielleicht tatsächlich stattgefunden hat. Auch wenn dieser anders ausgesehen haben dürfte, als es die meisten Science-Fiction-Filme nahelegen.
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Faszination Universum WISSENSCHAFT Die Schwerkraft: Der Dirigent der Welt, D 2018
Es ist, als würde die Welt einem geheimnisvollen Takt folgen. Die Planeten im Universum scheinen förmlich zu tanzen. Auch das Leben folgt einem unsichtbaren Dirigenten. Es gibt eine Kraft, der nichts und niemand entfliehen kann - weder die Planeten im Universum noch ein Nilpferd auf der Erde. Die Schwerkraft hält die Planeten nach einem festen Plan in Bewegung und bestimmt alles Leben auf der Erde. Harald Lesch begibt sich auf die Suche nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält. Dazu reist er an ungewöhnliche Orte. Auf einem Rummelplatz testet er die Gesetze der Schwerkraft. Keine andere Kraft der Physik kann so ein großes Vergnügen bereiten. Auf Lanzarote macht sich Harald Lesch auf zu einer Reise Richtung Mittelpunkt der Erde. Noch immer ist das Erdinnere ein Ort voller Geheimnisse. Die Hitze und der Druck machen es für Forscher nahezu unerforschbar. Und doch findet sich ausgerechnet hier der Schlüssel zu dem, was unsere Erde so viel lebenswerter macht als alle anderen Planeten. Die Erdanziehungskraft war auch für die Evolution des Lebens ein entscheidender Faktor. Dabei ist die Wirkweise der Schwerkraft bis heute ein Rätsel. Wissenschaftler beginnen erst nach und nach, diese allumfassende Kraft und ihren Einfluss besser zu verstehen. 2017 erlangten Forscher für den Nachweis von Gravitationswellen aus dem All - ausgelöst durch Ereignisse Millionen von Lichtjahren entfernt - den Nobelpreis. Die Kraft, die Planeten tanzen lässt und ohne die sich das Leben nicht so entwickelt hätte, wie wir es kennen, durchdringt das gesamte Universum. Harald Lesch zeigt auf eindrucksvolle Weise: Nichts entgeht ihrer Wirkung.
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Faszination Universum ASTRONOMIE Der Urknall: Das Rätsel des Anfangs, D 2018
Alles, was wir heute im Universum sehen, von der fernsten Galaxie bis zu unserem eigenen Blauen Planeten, soll in einer Urexplosion entstanden sein. Doch was löste diesen Urknall aus? Es ist die wohl älteste Frage der Welt: Wo kommen wir her? Auf der Suche nach Antworten blicken Menschen seit jeher in den Himmel. Harald Lesch nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Geschichte der Forschung bis zum rätselhaften Anfang von allem. Die regelmäßigen Abläufe am Nachthimmel scheinen wie von einer höheren Macht koordiniert. Solange die zugrunde liegenden Naturgesetze noch nicht entschlüsselt waren, war der Himmel deshalb Projektionsfläche für Mythen und Legenden über den Ursprung der Welt. Doch vor etwa zweieinhalbtausend Jahren stand eine Zeitenwende bevor: Im antiken Griechenland sollte eine neue Art des Denkens den Weg zu unserem heutigen wissenschaftlichen Verständnis des Ursprungs der Welt ebnen. Spätestens seit Beginn des 19. Jahrhunderts waren immer mehr Forscher bemüht, die Welt rein wissenschaftlich zu erklären. So auch ein junger Mann, der sich mutig Phänomenen näherte, die zu seiner Zeit unfassbar schienen: Michael Faraday. Dank seines Studiums der elektromagnetischen Kräfte konnte die Natur des Lichts entschlüsselt werden. Damit öffnete sich ein ganz neuer Blick auf den Nachthimmel, mit dem wir heute selbst längst vergangene Ereignisse im Universum untersuchen können. Dank Faradays Erkenntnissen und dem Verständnis, welche Natur das Licht hat, konnte man leistungsstarke Teleskope entwickeln und einen immer genaueren Blick ins Universum werfen. Erst vor knapp 100 Jahren haben Astronomen so ganz neue Welten entdeckt: Milliarden von Sternen allein in unserer Galaxie, der Milchstraße, und Milliarden anderer, ferner Galaxien. All diese Welten sollen aus einem einzigen Urknall hervorgegangen sein. Dieser Gedanke ist so unglaublich, dass selbst Albert Einstein ihn nicht zulassen konnte. Er war lange überzeugt: Den Urknall habe es nie gegeben. Doch ausgerechnet ein Mann der Kirche sollte ihn eines Besseren belehren. Astronomen konnten beobachten, dass ferne Galaxien sich von uns wegbewegen - und zwar umso schneller, je weiter sie entfernt sind. Diese Beobachtung lässt nur einen logischen Schluss zu: Wenn das Universum heute expandiert, dann muss es früher kleiner gewesen sein, unendlich klein. In diesem Urzustand muss es so dicht und heiß gewesen sein, dass das Nachglühen des Urknalls bis heute messbar sein müsste, so die Vermutung. Die ersten Astronomen, die diese sogenannte Hintergrundstrahlung messen sollten, hatten allerdings noch keine Ahnung, womit sie es zu tun hatten. Sie hatten vielmehr eine Taubenkolonie im Verdacht, die ihre Messungen sabotierte. Als die Hintergrundstrahlung entstand, war das Universum gerade einmal 380 000 Jahre alt. Davor war es noch so dicht, dass Licht sich nicht ausbreiten konnte. Was damals passiert ist, bleibt unseren Blicken deshalb bis heute verborgen. Harald Lesch geht den aufregenden Weg bis zu den Grenzen des Erforschbaren. Dann bleibt nur eine Möglichkeit, sich noch weiter dem Urzustand der Welt zu nähern: kraft des Verstandes. Doch dort, wo selbst die besten physikalischen Theorien versagen, bleibt bis heute Raum für Spekulationen. Hinter dieser letzten Grenze vermutet manch einer gar Paralleluni- und Multiversen, die sich einem Nachweis jedoch entziehen.
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Faszination Universum ASTRONOMIE Ohne Limit, D 2017
Wenn der Mensch an Grenzen stößt, will er sie überwinden. Wir reisen immer schneller und bauen immer höher. Die Möglichkeiten scheinen grenzenlos. Im Universum treffen wir auf die ultimativen Grenzen. Die Lichtgeschwindigkeit scheint unüberwindbar, obwohl wir im vergangenen Jahrhundert die Schallmauer durchstoßen haben. Und: Könnte der Mount Everest auf die doppelte Höhe wachsen? Die Antwort findet sich auf dem Mars. Woher kommt dieses unstillbare Verlangen des Menschen nach "höher, weiter, schneller"? Schon häufig wurden uns Grenzen vorhergesagt, die wir am Ende doch durchstoßen haben. Immer wieder werden neue Rekorde vermeldet. Gibt es kein Limit? Beim Turmbau zu Babel hat laut Bibel ein göttlicher Wille unserem Streben nach Höhe ein Ende gesetzt. Und doch verdanken wir die Höhenrekorde des Altertums dem Wunsch, dem Göttlichen näherzukommen. Die ägyptischen Pyramiden werden im Mittelalter von den Kathedralen abgelöst. Mit dem Eiffelturm beginnt der Siegeszug der säkularen Bauten - und die Jagd nach Rekorden in ungeahnten Höhen. Auf der Arabischen Halbinsel, auf der auch einst der Turm zu Babel stand, scheinen die Gebäude nun wirklich im Himmel anzukommen. Wer aber bis ins Weltall will, der muss komplett umdenken: Kein bekannter Baustoff könnte eine 100 Kilometer hohe Struktur tragen. Die neue Strategie: von oben ziehen, statt von unten schieben. Ein Weltraumfahrstuhl, verankert im geostationären Orbit, könnte die Lösung sein. Wäre da nicht das Problem mit dem Seil. Beim Streben nach Höhe stößt nicht nur der Mensch an Grenzen - auch die Natur scheint hier mit ihrer Macht am Ende. 8848 Meter - kein Berg auf der Erde schafft es bisher höher. Mit vier Millimetern pro Jahr wächst der Mount Everest noch immer. Ein Blick auf den Mars zeigt, dass die Spitzen des Himalaja gegenüber den Rekordhaltern auf unserem Nachbarplaneten Zwerge sind. Im Vergleich wird offenbar, welche Kräfte die Grenzen des Wachstums bestimmen. Auch die Dinosaurier haben nicht zufällig "nur" 80 Tonnen Gewicht erreicht. Das größte Säugetier aller Zeiten kann allerdings bis zu 200 Tonnen schwer werden - und es lebt heute. Größe ist Fluch und Segen zugleich. Doch haben wir auf der Erde die Grenzen des Wachstums überhaupt schon erreicht? Schließlich leben große Tiere oft länger als kleine. Die Grenze der Lebensdauer hinauszuschieben, ist ein alter Menschheitstraum. Ein Hinweis auf einen Ausweg aus dem Dilemma der Endlichkeit findet sich in Sagen und Legenden: der Jungbrunnen. Als mit Amerika eine neue Welt entdeckt wird, scheint der Traum zum Greifen nah: Der spanische Konquistador Ponce de Léon erfährt von Indianern, dass es diesen Ort wirklich geben soll, und macht sich auf die Suche. Unsterblichkeit erlangt er allerdings nur als Mythos, wie im Kinofilm "Fluch der Karibik". Fast müssen wir dankbar sein, dass der Jungbrunnen eine Legende blieb, denn eine unsterbliche Menschheit würde uns auf der Erde sicher an die Grenzen des Verkraftbaren bringen. Doch wo liegt das Limit dessen, was die Erde (er-)trägt, wirklich? Der benötigte Siedlungsraum lässt sich überraschenderweise vernachlässigen: Die Hälfte der Menschheit wohnt in Städten. Zusammengerückt lassen sich die Metropolen auf nur zwei Prozent der Landfläche unterbringen. Die Herausforderungen liegen ganz woanders. Würde die Bevölkerungszahl über eine bestimmte Grenze hinaus wachsen, müssten wir andere Planeten besiedeln. Doch die Entfernung zum nächsten erdähnlichen Planeten ist unvorstellbar weit. Bei der Reise würde uns die Lichtgeschwindigkeit einen Strich durch die Rechnung machen: Sie begrenzt unsere Reisegeschwindigkeit. Und: Selbst, wenn wir uns mit annähernd Lichtgeschwindigkeit fortbewegen würden, könnten wir viele Galaxien, die wir heute im Universum beobachten, niemals erreichen. Das Universum dehnt sich immer schneller aus, und damit entfernen sich die Galaxien immer schneller von uns. Die Reise würde in die Dunkelheit führen. Harald Lesch lotet die Grenzen des Universums aus. Dazu öffnen sich wieder die Türen des Großen Refraktors auf dem Potsdamer Telegrafenberg. Mit solchen Teleskopen wurden einst die Grenzen der Beobachtung des Himmels stetig weiter hinausgeschoben. Das historische Gebäude beherbergt das Doppelteleskop, mit dem 1904 die interstellare Materie entdeckt wurde. Heute gehört es zum Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam.
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Faszination Universum DOKUMENTATION Eine Frage der Zeit, D 2017
Die Zeit-Skalen des Universums sprengen unsere Vorstellungskraft. Harald Lesch blickt zurück auf 13,8 Milliarden Jahre kosmischer Geschichte, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind. Wir erfassen nur einen kleinen Teil der Wirklichkeit, am unteren Ende der Zeit-Skala versagen unsere Sinne: Schnelle Vorgänge entziehen sich unserer Wahrnehmung. Und doch waren gerade Zeiträume außerhalb unseres Zeithorizonts für unsere Entstehung entscheidend. Bei Zirkusvorstellungen geraten wir ins Staunen. Die Bewegungen der Artisten sind oft so schnell, dass das Auge nicht folgen kann. Doch auch die Artisten selbst haben keine Supersinne. Wie schaffen sie es, die Kunststücke zu koordinieren? Modernste Kameratechnik hilft, die Bewegungen zu entschlüsseln. In der Natur gibt es Wesen mit echten Supersinnen. Schon eine Stubenfliege ist uns bei der Wahrnehmung von Bewegungen weit überlegen. Der Mensch erfasst nur etwa 20 Bilder pro Sekunde, eine Fliege 200 - sie sieht wie in Zeitlupe. Diese unterschiedlichen Sinnesleistungen wurden über die Jahrtausende von der Evolution geformt. Zeiträume zu erfassen, die über unsere Lebensspanne hinausgehen, war für unser Überleben nicht wichtig. Und doch versuchen wir heute, uns das Unvorstellbare vorstellbar zu machen. Stellt man die kosmische Geschichte in einem Jahr dar, ergibt sich ein erstaunliches Bild: Verortet man den Urknall in der Silvesternacht um Mitternacht, dann formte sich im Lauf des Frühlings unsere Milchstraße. Unsere Sonne und mit ihr die Erde entstanden Anfang September. Und der Mensch betrat erst am 31. Dezember die Bühne. Warum hat das so lang gedauert? Ein Blick auf die Bausteine des Lebens verrät, warum Milliarden von Jahren vergehen mussten, bis Leben möglich wurde. Es ist noch gar nicht lange her, dass solch astronomische Zeiträume undenkbar schienen. Noch im 17. Jahrhundert glaubte man, die Erde könne höchstens 6000 Jahre alt sein - dieser Zeitraum ließ sich aus der biblischen Stammtafel herauslesen. Doch ein Mann sollte den Blick auf viel größere Zeiträume eröffnen: Robert Hooke. Der Universalgelehrte war einer der Ersten, der das gerade erfundene Mikroskop dazu nutzte, einen genauen Blick auf das Leben zu richten. Seine Betrachtung von Ammoniten führte ihn auf die Spur einer geologischen Vergangenheit, die alle biblischen Zeit-Skalen sprengte. Doch es sollte noch weitere zwei Jahrhunderte dauern, bis eine Methode entdeckt wurde, die die genaue Bestimmung geologischer Zeitalter ermöglichte: die radiometrische Datierung. Dank dieser Methode wissen wir heute, wann etwa das Leben entstand: Spuren im Gestein in Nordkanada deuten darauf hin, dass die ersten Bakterien vor bereits vier Milliarden Jahren die Erde eroberten. Doch bis aus diesen Bakterien eine Vielfalt an Leben entstand, wie wir sie heute sehen, dauerte es noch drei weitere Milliarden Jahre. Was hat die Entwicklung verzögert? Forscher haben den Stoff in Verdacht, den wir atmen. Heute versuchen wir, immer mehr in immer kürzere Zeiträume zu pressen. Die Erfindung der modernen Mobilität, die automatisierte Fließbandarbeit und die digitale Revolution haben tatsächlich viele Dinge beschleunigt. Doch die Natur tickt auch heute noch auf den gleichen Zeit-Skalen wie vor Milliarden von Jahren - der Takt des Lebens lässt sich nicht beschleunigen. Im Großen Refraktor auf dem Potsdamer Telegrafenberg geht Harald Lesch den Fragen der Zeit nach. Das historische Gebäude beherbergt die erste speziell für Astrophysik errichtete Sternwarte und gehört zum Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam.
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Faszination Universum ASTRONOMIE Im Bann des Lichts, D 2015
Das Leben auf der Erde hängt am Licht unserer Sonne. Doch könnten wir dank moderner Technik auch ohne unseren guten Stern überleben? Harald Lesch versucht, diese Frage zu ergründen. Wie lebenswichtig die Sonne ist, zeigt sich, wenn sie fehlt. Vulkanausbrüche und Kometeneinschläge haben die Sonne schon mehrfach in der Geschichte mit Staub verhüllt - und so ganze Arten ausgelöscht. Könnte der Mensch das Fehlen der Sonne meistern und gar ihr Ende überleben? Fast alle Kulturen der Welt verehrten die Sonne aufgrund ihrer Bedeutung für das Leben. Sonnenfinsternisse galten als göttliche Zeichen. Doch schon in der Steinzeit gab es Bemühungen, den Lauf der Sonne und den Rhythmus ihrer Finsternisse zu entschlüsseln. Denn wer das Schwinden des Sonnenlichts vorhersagen konnte, erlangte Macht. Das Verständnis der Himmelsmechanik erreichte im antiken Griechenland einen Höhepunkt. Doch zu Beginn des 19. Jahrhunderts sollte ein ungewöhnlicher Fund am Meeresgrund unsere Vorstellung von den Fertigkeiten der alten Griechen revolutionieren. Spätestens die moderne Astronomie hat die Sonne endgültig von ihrem göttlichen Thron gestürzt. Doch noch immer gebietet unser Zentralgestirn Ehrfurcht. Denn die Sonne ist ein feuerspuckender Gigant aus glühend heißem Plasma. Sie macht es den sonnennahen Planeten beliebig schwer, eine lebensfreundliche Atmosphäre zu schaffen. Nur die Erde hat diese Aufgabe gemeistert. Denn sie schlägt die Sonne mit ihren eigenen Waffen. Die Tiefsee, in die nie ein Sonnenstrahl vordringt, sei ein lebensfeindlicher Ort - so glaubte man lange. Doch moderne Expeditionen enthüllten eine Welt voller Leben. Einige Tiefseewesen haben das scheinbar Unmögliche gemeistert: Sie haben eine alternative Energiequelle gefunden. Und das fehlende Licht machen sie einfach selbst. Die Tiefseewesen nutzen Chemolumineszenz, um Licht ins Dunkel zu bringen. Der Mensch hat einen anderen Weg gewählt: Elektrizität. Ihre Erforschung hat manche Wissenschaftler in Lebensgefahr gebracht. Andere haben alles daran gesetzt, Profit aus ihren Entdeckungen zu ziehen. Unter ihnen Thomas Edison. Anders als viele glauben, ist er nicht der wahre Erfinder der Glühbirne. Und doch ist sein Ruhm nicht unbegründet. Dank Elektrizität muss sich der Mensch heute nicht mehr nach dem Lauf der Sonne richten. Auf ihre Energie sind wir aber nach wie vor angewiesen. Doch selbst diese Abhängigkeit soll eines Tages überwunden werden: indem wir die Sonne auf die Erde holen. Die Grundlagen für dieses Projekt wurden schon vor 100 Jahren von Albert Einstein gelegt. Das Zauberwort: Kernfusion. Doch kann der Mensch die titanischen Kräfte, die in der Sonne wirken, tatsächlich bändigen? Auch wenn die Bemühungen des Menschen angesichts der Übermacht der Sonne müßig scheinen, eines Tages könnten sie das Überleben der Menschheit sichern. Denn schon in einer Milliarde Jahren beginnt die Sonne ihren Todeskampf - auf der Erde wird es dann ungemütlich. Die einzige Überlebenschance: die Flucht ins All. Doch um die Herausforderungen interplanetarer Raumfahrt zu meistern und andere Himmelskörper zu besiedeln, werden wir all die Erfahrungen benötigen, die wir beim Versuch, uns von der Sonne zu emanzipieren, gewonnen haben. Nur als Meister des Sonnenlichts können wir das Universum erobern. Harald Lesch zeigt, welche Facetten des Sonnenlichts der Mensch bereits gemeistert hat und welche Herausforderungen ihm noch bevorstehen.
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Faszination Universum ASTRONOMIE Das Geheimnis der Finsternis, D 2015
Dunkelheit ist mehr als nur fehlendes Licht: Mit ihrer Hilfe können wir so manches klarer sehen. Und gerade in der Dunkelheit des Universums entdecken wir seine größten Geheimnisse. Newton entschlüsselte in einem dunklen Zimmer die Natur des Lichts und der Farben des Regenbogens. Nur in der Dunkelheit einer Sonnenfinsternis konnte es gelingen, Einsteins größte Theorie zu beweisen. Die Inka sahen im Dunkel des Himmels ihre Götter wandern. Wir finden in ihr den Stoff, der die Welt zusammenhält. Viele Kinder haben Angst vor der Dunkelheit, und auch Erwachsenen bereitet sie oft noch Unbehagen. Kein Wunder, ist es doch gar nicht lange her, da war der Mensch ihr ausgeliefert und musste jede Nacht erneut darauf vertrauen, dass die Sonne wiederkehrt. Mit dieser Urangst des Menschen haben die Pharaonen im alten Ägypten so geschickt gespielt, bis sie zur wichtigsten Säule ihrer Macht wurde. Die selbst ernannten Söhne des Sonnengottes regierten mithilfe der Nacht. Auch die ewige Dunkelheit von Höhlen füllten die Menschen seit jeher mit ihrer Fantasie: als Eingang zur Unterwelt oder gar zur Hölle, als Rückzugsort von Drachen und anderen düsteren Fabelwesen. Dennoch traut sich der Mensch immer tiefer in Höhlen hinein und findet tatsächlich bizarre Kreaturen, angepasst an das Leben ohne Licht. Und manchmal zeigen sich ihre Spuren auch in unserer Welt, wenn die Wesen aus der Dunkelheit der Höhlen die Nacht erobern. Das Geheimnis der Farben sollte erst gelöst werden, als sich Forscher im Dunkeln mit der Natur des Lichts befassten. Isaac Newton, den viele für den größten Physiker der Neuzeit halten, erforschte in Selbstversuchen und mit akribisch durchgeführten Experimenten die Eigenschaft von Farben. Neuere Forschungen zeichnen ein ganz anderes Bild von Newton: als letzten Magier des Mittelalters. Tatsächlich soll er die meiste Zeit seines Lebens der dunklen Magie gewidmet haben. Und gerade deshalb soll er zu bahnbrechenden Erkenntnissen gekommen sein. Auch Einstein brauchte die Dunkelheit: Nur mithilfe einer Sonnenfinsternis konnte ein britischer Zeitgenosse zeigen, dass Einsteins Formeln zur Allgemeinen Relativitätstheorie richtig waren. Sir Arthur Eddington gelang es ein Jahr nach Ende des Ersten Weltkriegs, das entscheidende Foto bei einer Sonnenfinsternis einzufangen. Während die Inka in der Dunkelheit des Himmels etwas Göttliches sahen, fragte man sich in Europa, was wohl zu entdecken wäre, blickte man nur mit immer besseren Instrumenten ins Dunkel. Die Griechen vermuteten irgendwo am Ende eine Wand, hinter die man nicht schauen könne. 2000 Jahre später finden wir wirklich eine für unsere Teleskope undurchdringliche Grenze - die allerdings ganz anders aussieht, als Generationen von Forschern sie sich vorgestellt hatten. Harald Lesch enthüllt auf seiner Reise in die Finsternis, dass der größte Teil unserer Welt unsichtbar ist, sich in der Dunkelheit versteckt: die sogenannte Dunkle Materie. Sie zu ergründen, ist eine der spannendsten Fragen der Astronomie unserer Zeit. Welche Geheimnisse sich noch im "Dunkeln" verbergen, vermag noch niemand zu sagen.
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Die Schätze der Erde DOKUMENTATION Kohle und Öl
Energie ist die Grundlage unserer modernen Welt. Fossile Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle liefern den Großteil der benötigten Energie. Was sind die Geheimnisse und Risiken? Wie kann es gelingen, die Energie der Sonne effektiv zu nutzen? Welche neuen Quellen können unseren Energiebedarf decken? Experten suchen nach Lösungen, die im Bauplan der chemischen Elemente liegen. Tief in der Erde liegen neue Energiequellen, genauso wie im Sand der Wüsten. Überall auf der Welt forschen Wissenschaftler nach umweltfreundlicheren Lösungen, von New York bis Zhangbei in China.
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Die Schätze der Erde DOKUMENTATION Gold und Eisen
Metalle sind wichtige Bausteine unserer Kultur. Gold, Kupfer, Bronze, Eisen und Stahl - jedes dieser Metalle hat das Leben der Menschen beeinflusst. Wie sind diese Materialien entstanden? Kupfer und Bronze prägten Alltag und Kriegsführung, Eisen die industrielle Revolution, Stahl und Aluminium unsere moderne Welt. Doch Metalle können noch ganz anders genutzt werden: Kupfer kann gefährliche Keime töten, Gold Unsichtbares sichtbar machen. Aber was gibt Metallen ihre erstaunlichen Eigenschaften? Wie haben Menschen die Metallbearbeitung perfektioniert? Und wie haben Metalle unsere moderne Hightech-Welt ermöglicht? Entdecken Sie in dieser Folge die Wissenschaft der Metalle - wie Chemiker buchstäblich den Kern der Metalle testen und Materialwissenschaftler die Metalle der Zukunft entwickeln: Substanzen, die je nach Bedarf sogar ihre Form ändern können.
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Die Schätze der Erde DOKUMENTATION Diamanten und Smaragde
Die Schönheit der Edelsteine fesselt uns seit Jahrtausenden. Diamanten, Rubine, Smaragde, Opale und Jade gehören zu den faszinierendsten Schätzen der Erde. Edelsteine entstanden vor Milliarden Jahren und Hunderte Kilometer tief in der Erde. Hinter ihrer grazilen Schönheit verbergen sich erstaunliche chemische Geheimnisse. Doch Edelsteine geben auch Aufschluss über die Entstehung unseres Planeten. Von der Tiffany-Werkstatt in New York bis zu den Saphir-Minen in Sri Lanka, von den Smaragd-Feldern North Carolinas bis zu den Jade-Schätzen in Chinas Verbotener Stadt: In dieser Folge erkunden Wissenschaftler die Geheimnisse der Edelsteine.
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Mysterien des Weltalls ASTRONOMIE Bausteine des Lebens, USA 2010
Das Wissen des Menschen über das Universum hat sich in den letzten 100 Jahren drastisch verändert. Nun verfügen Wissenschaftler über neue bahnbrechende Erkenntnisse. Versuche im Teilchenbeschleuniger am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf sollen zeigen, wie das Universum entstand. Dazu werden ungeheuer kleine Partikel zur Kollision gebracht. Der Hollywood-Star Morgan Freeman ist dem Phänomen auf der Spur.
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Mysterien des Weltalls WISSENSCHAFT Ewige Finsternis, USA 2010
Woraus besteht das Universum? Die erste Antwort könnte Materie lauten: Sterne und Staubwolken. Doch die Wissenschaft ist sich einig, dass diese nur ein Fünftel des Universums ausmacht. Der Hauptbestandteil ist sogenannte Dunkle Materie. Derzeit ist lediglich bekannt, dass Dunkle Materie nicht aus Atomen oder einer anderen bekannten Substanz besteht.
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Mysterien des Weltalls ASTRONOMIE Homo sapiens 2.0, USA 2010
Wird der Mensch der Zukunft noch intelligenter und leistungsfähiger sein, als wir es heute sind? Bietet der Blick auf vergangene Genentwicklungen einen Ausblick auf Homo sapiens 2.0? Die großen Fragen der Menschheit, Leben und Tod, Zeit und Unendlichkeit - eine Reise bis an die Grenzen menschlichen Wissens. Hollywood-Star Morgan Freeman führt auch durch die dritte Staffel der Reihe, in der die klügsten Köpfe der Wissenschaft ihre Gedanken offenbaren.
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Mysterien des Weltalls ASTRONOMIE Dimension X, USA 2010
Vor und zurück, hoch und runter, oder zur Seite - und dann? Wissenschaftler glauben, es gibt noch mehr Dimensionen. Und machen sich auf die Suche nach dem heiligen Gral der Wissenschaft. Die großen Fragen der Menschheit, Leben und Tod, Zeit und Unendlichkeit - eine Reise bis an die Grenzen menschlichen Wissens. Hollywood-Star Morgan Freeman führt auch durch die zweite Staffel der Reihe, in der die klügsten Köpfe der Wissenschaft ihre Gedanken offenbaren.
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