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ARTE Di. 12.02.
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Dr. Silke Pietsch leitet die Palliativstation in Hof. Bei ihren Patienten geht es nicht mehr um Behandlung auf Lebensverlängerung, sondern darum, das Sterben zuzulassen und dabei Leiden weitgehend zu lindern. ZDF
Elmar May aus Hof ist 52 Jahre alt und hat nur noch eine halbe Lunge. Eine Heilung ist nicht mehr möglich, darum bereitet er sich auf das Sterben vor. ZDF
Dr. Erika Preisig ist Allgemeinmedizinerin mit eigener Hausarztpraxis südlich von Basel und begleitet Menschen beim Sterben. ZDF

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Tod auf Rezept - Wie wollen wir sterben?

Reportage D 2017, 30′

Kurzbeschreibung

Elmar May ist mit 52 Jahren viel zu jung zum Sterben. Doch der frisch gebackene Vater hat Lungenkrebs und muss entscheiden, ob er auf einer Palliativstation sterben will, wo sich trotz Schmerzmittel das Leiden lange hinziehen kann, oder ob er in die Schweiz fährt, um sich beim Sterben helfen zu lassen. Denn ärztlich begleiteter Suizid ist hierzulande nur in extremen Ausnahmen möglich.

Inhalt

Drei von vier Deutschen wünschen, möglichst selbstbestimmt zu sterben, gegebenenfalls also Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Doch die meisten Ärzte in Deutschland verweigern sich diesem Wunsch. Manche, weil sie es aus ethischen Gründen ablehnen. Die meisten, weil sie gar nicht wissen, wie weit sie eigentlich gehen dürfen. Seit der Verschärfung des Paragrafen 217 ist die Gesetzeslage noch schwieriger geworden. In der Schweiz ist Freitodbegleitung möglich, weshalb sich oft eigentlich transportunfähige Menschen auf ihren letzten Weg machen müssen, statt zu Hause sterben zu dürfen. Dieser unwürdige Sterbetourismus kann nur durch Legalisierung in allen Ländern verhindert werden, sagt Dr. Erika Preisig, Ärztin mit eigener Praxis in der Nähe von Basel. Sie hilft todkranken Menschen beim Sterben, weil sie verhindern will, dass die sich sonst vor den Zug werfen oder vom Hochhaus stürzen. In diesem Sinne wäre Freitodbegleitung auch Suizidprophylaxe. Dr. Silke Pietsch ist Leiterin der Palliativstation in Hof. Sie ist strikt gegen jede Form von Sterbehilfe. Doch reichen die Möglichkeiten der Palliativmedizin aus, um ein qualvolles Sterben zu verhindern? Die Reportage lässt die Entscheidung des Krebspatienten Elmar May hautnah miterleben und zeigt auch die Freitodbegleitung eines sterbewilligen Mannes, der aus Frankreich in die Schweiz reisen muss und bei seinem letzten Weg von seinen beiden Söhnen begleitet wird.

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