ARTE Mediathek Fr, 19.07.

Mossul, nach der Schlacht

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Mossul, nach der Schlacht

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Dokumentation

Nach neun Monaten erbitterten Kampfes wurde Mossul, die zweitgrößte Stadt des Irak, am 10. Juli 2017 von der Herrschaft des IS befreit. Die entscheidende Schlacht war die schwerwiegendste Kampfhandlung seit dem Zweiten Weltkrieg. Der IS hat die Zwei-Millionen-Stadt für seine symbolische Ausrufung des Kalifats missbraucht – heute steht Mossul vor einem ungewissen Neuanfang, denn die Unruhen haben tiefe Spuren hinterlassen. Wer kümmert sich um den Wiederaufbau? Wer übernimmt die Instandsetzung der zerstörten Viertel westlich des Tigris? Wer restauriert das Kulturerbe, das vom IS vernichtet wurde? Wer ist zuständig für die Sicherheit? Ein Jahr lang begleitet Anne Poiret die Bemühungen der Iraker, die versuchen, Mossul wiederaufzubauen. Die Filmemacherin zeigt die Hürden, die dabei überwunden werden müssen, und verweist auch auf die Nachlässigkeit der irakischen Behörden und das Zögern der Internationalen Gemeinschaft. Der Fokus liegt auf der Al-Nuri-Moschee und dem Viertel Al-Midan: Das Herz der sunnitischen Stadt und die altehrwürdige Moschee wurden während der Kämpfe fast vollständig zerstört. Der Dokumentarfilm thematisiert die Auseinandersetzungen des Chirurgen Dr. Khyat mit dem Gouverneur der Stadt, der im Verdacht steht, korrupt zu sein. Khyat ist eine angesehene Persönlichkeit in Mossul. Die irakische Regierung bestimmte ihn zum Ansprechpartner für die internationale Gemeinschaft. Auch das Schicksal der Menschen, die in Mossul alles verloren haben, wird thematisiert: Die einen suchen unbeirrbar nach Vermissten, es sind Tausende, die anderen denken darüber nach fortzugehen oder wollen sich rächen. Wiederum andere wünschen sich insgeheim die Rückkehr des Islamischen Staats. Wie Geister spuken die Familien der IS-Unterstützer durch die Stadt. Sie versuchen, unerkannt zu bleiben. Schiitische Milizen, die nach Mossul entsandt wurden, machen unablässig Jagd auf sie. Die Lage der Stadt entscheidet über die Zukunft des Landes und der gesamten Region. Mehr noch: Unser aller Zukunft ist eng mit dem Schicksal von Mossul verbunden. Denn das Versagen der internationalen Gemeinschaft und des irakischen Staats, das erneute Vorherrschen von Korruption und Instabilität schaffen Bedingungen, die ein neues Erstarken des IS nur allzu sehr begünstigen. Sollte der IS Mossul tatsächlich aufs Neue erobern, stellt sich die Frage: Wie groß wird dann der Einflussbereich des Kalifats?
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Vox Pop

Vox Pop - Sommerfestivals / Klimakatastrophe

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Xenius

Xenius - Depression bekämpfen - Neue Strategien gegen die Volkskrankheit

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TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Fr 19.07.

3SAT PRO7
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59:50
Mossul, nach der Schlacht DOKUMENTATION, F 2019
Nach neun Monaten erbitterten Kampfes wurde Mossul, die zweitgrößte Stadt des Irak, am 10. Juli 2017 von der Herrschaft des IS befreit. Die entscheidende Schlacht war die schwerwiegendste Kampfhandlung seit dem Zweiten Weltkrieg. Der IS hat die Zwei-Millionen-Stadt für seine symbolische Ausrufung des Kalifats missbraucht – heute steht Mossul vor einem ungewissen Neuanfang, denn die Unruhen haben tiefe Spuren hinterlassen. Wer kümmert sich um den Wiederaufbau? Wer übernimmt die Instandsetzung der zerstörten Viertel westlich des Tigris? Wer restauriert das Kulturerbe, das vom IS vernichtet wurde? Wer ist zuständig für die Sicherheit? Ein Jahr lang begleitet Anne Poiret die Bemühungen der Iraker, die versuchen, Mossul wiederaufzubauen. Die Filmemacherin zeigt die Hürden, die dabei überwunden werden müssen, und verweist auch auf die Nachlässigkeit der irakischen Behörden und das Zögern der Internationalen Gemeinschaft. Der Fokus liegt auf der Al-Nuri-Moschee und dem Viertel Al-Midan: Das Herz der sunnitischen Stadt und die altehrwürdige Moschee wurden während der Kämpfe fast vollständig zerstört. Der Dokumentarfilm thematisiert die Auseinandersetzungen des Chirurgen Dr. Khyat mit dem Gouverneur der Stadt, der im Verdacht steht, korrupt zu sein. Khyat ist eine angesehene Persönlichkeit in Mossul. Die irakische Regierung bestimmte ihn zum Ansprechpartner für die internationale Gemeinschaft. Auch das Schicksal der Menschen, die in Mossul alles verloren haben, wird thematisiert: Die einen suchen unbeirrbar nach Vermissten, es sind Tausende, die anderen denken darüber nach fortzugehen oder wollen sich rächen. Wiederum andere wünschen sich insgeheim die Rückkehr des Islamischen Staats. Wie Geister spuken die Familien der IS-Unterstützer durch die Stadt. Sie versuchen, unerkannt zu bleiben. Schiitische Milizen, die nach Mossul entsandt wurden, machen unablässig Jagd auf sie. Die Lage der Stadt entscheidet über die Zukunft des Landes und der gesamten Region. Mehr noch: Unser aller Zukunft ist eng mit dem Schicksal von Mossul verbunden. Denn das Versagen der internationalen Gemeinschaft und des irakischen Staats, das erneute Vorherrschen von Korruption und Instabilität schaffen Bedingungen, die ein neues Erstarken des IS nur allzu sehr begünstigen. Sollte der IS Mossul tatsächlich aufs Neue erobern, stellt sich die Frage: Wie groß wird dann der Einflussbereich des Kalifats?
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26:04
Xenius INFOMAGAZIN Depression bekämpfen - Neue Strategien gegen die Volkskrankheit, D 2017
Weltweit verfolgen Forscher eine neue Spur, um das dunkle Geheimnis der Depression zu lüften. Ihre Vermutung: Das Immunsystem ist der Schlüssel, um die Krankheit zu verstehen – und wirkungsvoll zu bekämpfen. Könnte es sein, dass Stress oder falsche Ernährung Entzündungen auslösen, die bei der Entstehung einer Depression eine entscheidende Rolle spielen? Viele Wissenschaftler antworten auf diese Frage mittlerweile mit einem klaren Ja. Zumindest bei einem Teil der Depressiven, die bisher als hoffnungslose Fälle galten, bei denen klassische Antidepressiva nicht wirkten. Letztlich geht es um Millionen Patienten, die dringend auf neue Therapiemöglichkeiten hoffen. Denn ihr Leidensdruck ist extrem groß: Sie leben in einer Welt der Düsternis, aus der es für sie kein Entkommen zu geben scheint. Und die gängigen Antidepressiva wirken bei einem beträchtlichen Teil der Patienten nicht. Könnte es tatsächlich möglich sein, dass solche Patienten künftig mit entzündungshemmenden Medikamenten erfolgreich behandelt werden können? Ein vom renommierten Wellcome Trust gefördertes Konsortium aus Universitäten und Pharmafirmen geht dieser Frage nach und sucht in einer mehrjährigen Studie nach neuen Wirkstoffen. Und welche Rolle spielt Stress bei der Entstehung von Depression?
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28:15
Vox Pop INFOMAGAZIN Sommerfestivals / Klimakatastrophe, F 2018
(1): Haben Sommerfestivals ihre Seele verloren?Fern scheint die Zeit des ersten Glastonbury-Festivals 1971 im englischen Pilton. Es war das erste europäische Musikfestival dieser Art, ein Jahr nach Woodstock. Die Zeit der Unschuld! 2018 wurde der europäische Festivalmarkt auf 3,5 Milliarden Euro geschätzt. Im Vereinigten Königreich, in Frankreich, Deutschland und Spanien, wo die meisten europäischen Festivals stattfinden, werden Veranstaltungen dieser Art längst hoch professionell durchgezogen, Großkonzerne und Investmentfonds haben das Sagen. Wie wurden Festivals zum Business? Und was sind die Folgen dieser Industrialisierung?Kontroverse der Woche: Festivals – Die große Abzocke?Festivalorganisatoren behaupten: Der erbitterte Wettbewerb steigert die Qualität der Veranstaltungen, führt zu tadellos durchorganisierten Shows, deren finanzielle Einnahmen der lokalen Wirtschaft zugutekommen, und die – zur Freude des Publikums – namenhafte, internationale Künstler anziehen. Festivalbesucher halten dagegen: Die Preise sind horrend gestiegen, es zählt nur noch Rentabilität statt künstlerischer Authentizität. Der Wettlauf um das tollste Marketing und die teuersten Acts verbessert keineswegs die Qualität der Festivals.Recherche der Woche: „Vox Pop“ hat sich in Spanien umgeschaut. Mit 1,6 Millionen Festivalbesuchern jährlich gehört das Land zu den europäischen Marktführern. Die großen Musik-Events werden von internationalen Konzernen und amerikanischen Investmentfonds verwaltet: „Makrofestivals“, die lokale Künstler außen vorlassen und die Angestellten zunehmend ins Prekariat treiben.(2): Sind wir sicher vor Klimakatastrophen?Überschwemmungen, Stürme, Erdbeben: Jährlich sterben rund 3.000 Menschen in Europa infolge von Naturkatastrophen. Tendenz steigend! Laut einer 2017 veröffentlichten Studie wird bis Ende des Jahrhunderts fast jeder fünfte Europäer einer Klimakatastrophe ausgesetzt sein. Wie können wir uns schützen?Zu Gast bei „Vox Pop“ ist diese Woche Magali Reghezza-Zitt, Geografin und Expertin für Naturkatastrophen an der Ecole normale supérieure in Paris. Sie fordert: Wir müssen die extreme Urbanisierung hinterfragen!Und wie immer berichten „Vox Pop“-Korrespondenten aus ihren Ländern über das Thema der Woche, dieses Mal aus Deutschland und den Niederlanden. Dort arbeitet man bereits an einem besseren Katastrophenschutz. Der Bericht der Woche kommt aus Italien, wo die Behörden nicht wirklich auf einen Ausbruch des Ätna vorbereitet scheinen. 900.000 Menschen leben in Sizilien in nächster Nähe des aktiven Vulkans.
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