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3satTextVision PROGRAMMVORSCHAU
Das Informationsangebot wird nachts zur programmfreien Sendezeit ausgestrahlt. Aktuelle Nachrichten sowie Wetter- und Sport-News werden dabei ebenso integriert wie das Sender-Programm des nächsten Tages.
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makro WIRTSCHAFT UND KONSUM
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Tele-Akademie GESPRÄCH
Die Reihe will Wissen und Denkanstöße vermitteln, indem sie regelmäßig den Vorträgen von Experten der verschiedensten Bereichen eine Plattform bietet.
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Alpenpanorama KAMERAFAHRT
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
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ZIB NACHRICHTEN
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
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Igor Levit: Das Klavier, der Tod und die Politik MUSIK
Igor Levit ist weit mehr als einer der weltbesten Pianisten: Er zählt auch zu den prägenden politischen Stimmen seiner Generation. Wolfram Eilenberger sprach mit dem Pianisten. Dabei ging es unter anderem um Levits Vision von engagierter Kunst, die magische Barrierefreiheit Beethovens und das Smartphone als modernes Tasteninstrument. "Die Zeit, in der man passiv sein konnte, ist für fast alle vorbei." Aus dieser Einsicht folgt für den Ausnahmepianisten Igor Levit ein verändertes Rollenverständnis. Fern klassischer Beschreibungen und Erwartungen durchbricht der 1987 geborene Deutsch-Russe die Grenze zwischen Kunst und Engagement, Auftritt und Haltung, Konzertsaal und Fußgängerzone. So virtuos und intensiv sein Spiel, so entschieden und emotional auch seine politischen Statements. Levits Beethoven-Interpretationen sind bereits jetzt legendär. Gleiches gilt für die Einträge auf seinem äußerst intensiv bespielten Twitter-Account @igorpianist. Warum Künstler gerade heute eine entschieden politische Verantwortung haben, welche Rolle der Sprache der Musik dabei zukommt und wie man mit Beethovens Neunter gegen den Brexit demonstriert - das alles und noch viel mehr erläutert Levit im Gespräch mit Wolfram Eilenberger.
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Grenzenlos radikal PORTRÄT Die Performancekünstlerin Marina Abramovic
44 Jahre hat sie ihrer Heimat Serbien den Rücken gekehrt. Nun ist sie zurück in ihrer Heimatstadt Belgrad - mit ihrer Retrospektive "The Cleaner": Performance-Künstlerin Marina Abramovic. Die internationale Kunstwelt feiert sie wie einen Hollywoodstar, richtet Ausstellungen für sie aus, überschüttet sie mit Preisen. Eine Rückkehr hatte sie ausgeschlossen. Dass nun "The Cleaner" in Belgrad mit ihr höchst persönlich gezeigt wird, grenzt an ein Wunder. Seit 2017 hatten die Premierministerin Ana Brnabic und der Direktor des zeitgenössischen Museums Belgrad, Slobodan Nakarada, alles darangesetzt, die Ausstellung nach ihren Mega-Stationen in Stockholm, Oslo, Kopenhagen, Florenz, Bonn und zuletzt im polnischen Torun auch nach Belgrad zu holen. Denn das, so hieß es in einem offiziellen Statement, zeige auch den jüngeren Künstlern, dass der Staat ernsthaft die Absicht hat, Kunst und Kultur zu kultivieren und die Qualität des zeitgenössischen Schaffens zu fördern. Bei so viel Engagement willigte Abramovic schließlich ein. Heute, mit 72 Jahren, ist sie weiterhin weltweit erfolgreich. Für den Film nimmt sie den Zuschauer mit in ihr künstlerisches Universum. Im Alter von 29 Jahren verließ Marina Abramovic Jugoslawien. Sie hatte, wie sie in ihrer Autobiografie "Durch Mauern gehen" schrieb, die Nase voll vom Kommunismus. Sie ging zunächst nach Amsterdam, später nach New York, und kehrte nur zurück, um hin und wieder ihre Familie zu besuchen. In dem Film sind Ausschnitte aus ihren wichtigsten Performances im Rahmen der Ausstellung zu sehen. Neben der Künstlerin selbst kommen der Kurator der Schau in Belgrad, Slobodan Nakarada, und ein Weggefährte von Marina Abramovic, Jerko Denegri, zu Wort.
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John Neumeier "Beethoven-Projekt" BALLETT
Mit Blick auf das Jubiläumsjahr 2020 realisierte John Neumeier ein Ballett, das er schon länger im Sinn hatte: das "Beethoven-Projekt", sein erstes abendfüllendes Werk mit Musik von Beethoven. Am 3. und 4. Oktober tanzte das Hamburg Ballett das 160. Ballett seines Chefchoreografen auf der Bühne des Baden-Badener Festspielhauses. - Zum Auftakt des Beethoven-Jahres 2020 zeigt 3sat das Ballett unter Begleitung der Deutschen Radio Philharmonie. John Neumeiers "Beethoven-Projekt" kombiniert Elemente von Handlungsballetten und Sinfonischen Balletten. Der erste Teil, "Beethoven-Fragmente", ist eher autobiografisch inspiriert, der zweite Teil, "Eroica", folgt einer freieren Dramaturgie. Bei den Aufführungen in Baden-Baden tanzt Aleix Martínez die Hauptrolle, eine Art Wiedergänger Ludwig van Beethovens. Außerdem sind in führenden Rollen zu erleben: Edvin Revazov als Beethovens Ideal, Anna Laudere als Beethovens "Ferne Geliebte", Patricia Friza als Beethovens Mutter und Borja Bermudez als Beethovens Neffe.
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ZIB NACHRICHTEN
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
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Richard Löwenherz - Gefangen in Niederösterreich GESCHICHTE
Eben noch mächtiger englischer König und legendärer Kreuzritter der Christenheit, findet sich Richard Löwenherz im Jahr 1192 auf Burg Dürnstein im heutigen Niederösterreich wieder. Und das als Gefangener des Babenberger-Herzogs Leopold V. Damit beginnt die wohl größte Erpressungsaffäre des Mittelalters. Der Film geht ihren Spuren nach und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter zahlreichen Mythen rund um Richard I. von England. Der Film widmet sich auch der Sage vom Sänger Blondel, der auf der Suche nach seinem Herren durch die Lande gezogen sein und immer wieder ein bestimmtes Lied gesungen haben soll - bis ihm Richard in Dürnstein mit dem dazugehörigen Refrain geantwortet habe. Dazu ist erstmals auch ein Lied zu hören, das Löwenherz während seiner Gefangenschaft verfasst hat. Schließlich geht es auch um den konkreten Aufenthaltsort: War Richard Löwenherz wirklich in einem feuchten Verließ auf der Burg hoch über der Donau gefangen? Oder hat er direkt im Ort Dürnstein gewohnt - streng bewacht, aber in einer Art von freiem Vollzug? Die Dokumentation "Richard Löwenherz - Gefangene in Niederösterreich" erzählt in aufwendigen Spielszenen die dramatische Geschichte einer historisch einzigartigen Entführung. Dürnstein zählt neben der Stiftsbibliothek von Melk und Wiener Neustadt zu den Original-Drehorten des Films. Philipp Hochmair, bekannt aus der ORF-Serie "Vorstadtweiber", spielt den englischen König.
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Erlebnisreisen-Tipp TOURISMUS Ahrtal - Traubenprofis und Trüffelsucher
Ob Island, Nairobi oder die Wildnis Kanadas - Abenteuer lauern überall. Doch welches passt zu mir, meiner Familie und meinem Geldbeutel? Dies gilt es, mithilfe der ausführlichen Beiträge herauszufinden.
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Dampfreise in die Karpaten TOURISMUS
Auf einer der schönsten Gebirgsbahnen der Ukraine mit zahlreichen Brücken, Tunnel und Viadukten geht es fünf Tage lang durch die beeindruckende Landschaft der Karpaten. "Mit Dampf auf Breit- und Schmalspurgleisen in die Karpaten" - dies ist das Thema der Reise. Teilnehmer sind begeisterte Hobbyfotografen verschiedenster Nationalitäten. Die Reise beginnt in der Zentralukraine, in dem kleinen Provinzbahnhof Ladyschin. Der Ort liegt rund 300 Kilometer südlich von Kiew. Zunächst steht eine sowjetische Breitspurlokomotive vor dem Zug, die unterwegs rechts und links der Trasse immer wieder für große Aufregung sorgt: Eine Dampflokomotive hat man hier schon lange nicht mehr gesehen. An Tag zwei heißt es zusammenrücken: In Rudnycja warten zwei polnische Reisewaggons und eine sowjetische Dampflok der GR-Baureihe, was so viel bedeutet wie "germanskaja reparazja". Diese Schmalspurloks wurden im Rahmen der Reparationsentnahmen nach 1947 von den Sowjets in Potsdam-Babelsberg gebaut. Die Fahrt auf einer der letzten drei Schmalspurstrecken der Ukraine endet in Haivoron. Der Nachtzug Nummer 136 von Odessa nach Lemberg bringt die Reisegruppe ins Huzulenland, nach Kolomyja. Es folgen drei Tage mit der sowjetischen Dampflokomotive "L 3535". Bei den vorherrschenden niedrigen Temperaturen ist ihre Dampfsäule weithin sichtbar.
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Kaukasisches Bahnabenteuer TOURISMUS
Georgien ist ein Paradies für Eisenbahn-Fans: In dem Land an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien sind vor Güter- und Personenzügen noch Lok-Veteranen aus Sowjetzeiten im Einsatz. Sowohl die Strecke zwischen der Hauptstadt Tiflis und Poti, dem größten Schwarzmeerhafen Georgiens, wie auch zahlreiche Nebenstrecken entlang des Kaukasus bieten Eisenbahnrelikte in Hülle und Fülle, also Romantik und Abenteuer gleichermaßen.
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Ostwärts - Mit dem Rucksack der Sonne entgegen TOURISMUS Karawane durch Kirgistan
Entlang der Seidenstraße durch Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan reist die Journalistin Julia Finkernagel durch drei Länder am legendären Karawanenweg. Sie hat das Ziel, möglichst viel über die Gewohnheiten anderer Kulturen zu lernen. Julia trifft mit Herz und Humor auf Nomaden, Schamanen, Hirten und Künstler. Sie übernachtet in Jurten, tanzt auf einer Hochzeit, lernt Plov kochen und Suppe mit den Händen essen. Eine humorvolle Kirgisin, eine lebenslustige Tadschikin und ein fröhlicher Usbeke sind ihre Begleiter auf der Reise. Sie zeigen Julia ihre Heimat und bewahren sie vor Fettnäpfchen - denn davon gibt es einige. Auf dem Basar in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek bekommt Julia von ihrer Gastgeberin Guldana Dschunuschowa eine Einführung in die Aufgaben der Schwiegertochter. In Zentralasien wohnt diese ab dem Tag der Hochzeit mit ihrem Mann bei den Schwiegereltern und ist dort für den gesamten Haushalt zuständig. Der Weg ins Tian-Shan-Gebirge führt vorbei am Yssykköl-See und durch das märchenhafte Skaskatal. In Kochkor fertigen Frauen in einer Handwerkskooperative traditionelle Filzteppiche. Ob der Teppich, bei dem Julia und Guldana mithelfen, sich allerdings verkaufen lässt - da ist sich Julia nicht so sicher. In der Bergsteppe am glasklaren Songköl-See verbringen die Halbnomaden mit ihren Herden den Sommer, ohne Handy- oder Fernsehempfang. Julia wird von einer kirgisischen Großfamilie in der Jurte aufgenommen. Solidarisch mit der Schwiegertochter lernt Julia das harte Leben auf der Sommeralm kennen - vergorene Stutenmilch als Aperitif und Fettschwanzschaf auf nüchternen Magen inklusive. Guldana zeigt Julia die einzige in Kirgistan erhaltene Karawanserei Tasch Rabat, und in Osch erleben die beiden auf dem Heiligen Berg ein Schamanenritual: Eine Frau bekommt das "böse Auge" ausgetrieben. Auch Julia wird von der Schamanin unter die Lupe genommen. In der alten Seidenstraßenstadt Ösgön auf dem Basar gibt es eine Rarität: roten Reis. Der eignet sich hervorragend für das kirgisische Nationalgericht Plov. Julia macht einen Kochkurs bei Guldanas Onkel Akim, denn Plov kochen ist Männersache. Sagt der Onkel. "Das wollen wir doch mal sehen", sagt Julia. Guldana bringt Julia noch in ein gottverlassenes Dorf nahe der tadschikischen Grenze - dann heißt es vor der Gipfelkette des Pamir Abschied nehmen. Guldana muss zurück nach Bischkek, und Julia will auch weiter, nach Tadschikistan.
3SAT Doku
Ostwärts - Mit dem Rucksack der Sonne entgegen TOURISMUS Tadschikische Gastfreundschaft
Am Grenzposten im Hochgebirge des Pamir trifft Julia Finkernagel die lustige Tadschikin Suhro Gulomowa, die Julia ihr Land zeigen will. Der höchste Punkt der Reise liegt auf knapp 5000 Metern. Der legendäre Pamir-Highway verläuft durch die autonome Provinz Berg-Badachschan. Wegen Überschwemmungen macht das Filmteam einen Umweg und landet im riskanten Wachankorridor, der Schlucht zwischen Pamir und Hindukusch, die Tadschikistan von Afghanistan trennt. Der Fluss Pandsch bildet die Grenze. Man solle ihr ohne kugelsichere Weste nicht zu nahe kommen, rät der Fahrer. Doch Julia und Suhro sind neugierig auf die Afghanen. Die heiße Quelle Bibi Fatima ist ein Naturwunder, das besonders von Paaren mit Kinderwunsch besucht wird. Diese baden am äußersten Zipfel der Welt im 40 Grad heißen Wasser, das aus dem Berg schießt. Auch Lungen- und Hautkrankheiten sollen hier geheilt werden, und wenn man das Wasser trinkt, soll es Glück bringen. In Tadschikistan ist der Gast König. Julia wird vom Tadschiken Haidar zum Essen eingeladen, und ihr zu Ehren gibt es eine pamirische Folklore-Show. Anscheinend können die Kinder hier schon singen und tanzen, bevor sie sprechen und laufen lernen. In Kulaichum besuchen Julia und Suhro einen Honigmacher. Das nächste Ziel bei Kulob erreichen die beiden mit Verspätung - alle sind im Aufbruch zu einer Hochzeit im Dorf. Die beiden sind eingeladen, jetzt heißt es schnell duschen und umziehen. Julia lernt eine improvisierte tadschikische Dorfdusche kennen und danach das ganze Dorf. Mehr als 150 Gäste sind auf einer tadschikischen Hochzeit nicht erlaubt, weil sich viele Familien damit finanziell übernommen haben. Aber heute wird nicht so genau gezählt. Zahlreich sind auch die Rituale der Hochzeit - Julia kommt aus dem Staunen nicht heraus. Auf dem Basar der ehemaligen Seidenstraßenmetropole Chudschand erleben Julia und Suhro Kurioses. Mit dem Kraut "Usma" zum Beispiel färben sich die Frauen die Mitte zwischen den Augenbrauen - die Monobraue ist in Tadschikistan ein echtes Schönheitsmerkmal. An einem anderen Stand werden Steine angeboten, zum Naschen für Schwangere und als Heilmittel bei Magenproblemen. Das muss probiert werden, findet Julia, aber dann hat sie bereits Schwierigkeiten beim Abbeißen. An der usbekischen Grenze nimmt Julia Abschied von Suhro und von Tadschikistan. Sie will zu Fuß weiter, nach Usbekistan.
3SAT Doku
Ostwärts - Mit dem Rucksack der Sonne entgegen TOURISMUS Usbekistans Seidenstraße
Am Grenzposten Bekobod wartet Oybek Ostanov auf Julia Finkernagel, um ihr Usbekistan zu zeigen. Erste Station ist das märchenhafte Samarkand mit orientalischen Bauwerken voller Ornamentik. Julia hat es noch schwerer als sonst, den Mund geschlossen zu halten. Auf einem Wiegenfest, einem Gaworabandon, wird ein Neugeborenes zum ersten Mal in die Wiege gelegt - nur Frauen dürfen dabei sein. Julia lernt die vielen symbolischen Handlungen kennen. Die eine schützt vor Unheil, die andere bringt Glück. Die Frauen singen, beten und essen gemeinsam. Durch die Wüste Kisilkum führt die Seidenstraße in die alte Handels- und Gelehrtenstadt Buchara - ein Bild wie aus "Tausendundeiner Nacht" für Julia und Oybek: sandfarbene Kuppelbasare, Moscheen, Medresen und ein verwinkeltes jüdisches Viertel. Hier wohnt der Miniaturmaler Davlat, dem Julia über die Schulter schauen darf, natürlich mit Lupe. Ein paar Gassen weiter hat der Suzana-Sticker seine Werkstatt. Suzani sind seidene Wandbehänge. Julia lernt, wie man diese bestickt, und wird, wohl mehr wegen ihres Mundwerks als wegen ihrer Stickkünste, als Lehrling angenommen. Als vorwitziger Lehrling, wie der Meister bemerkt. Julia und Oybek reisen weiter in die sagenhafte Oase Chiwa. In der Wüstenstadt werden nach uralter Tradition Fellmützen hergestellt, Holz geschnitzt, Seidenteppiche geknüpft. Julia erlebt in der Werkstatt des Mützenmachers, wie er in Rekordzeit eine Mütze aus Lammfell herstellt - und zum großen Amüsement auch frisiert. Bei den Seidenknüpferinnen darf Julia sogar mithelfen, doch das verzögert den Prozess enorm, und der Teppich wird nun wohl etwas später fertig als bestellt. Den äußersten Westen von Usbekistan bildet die autonome Republik Karakalpakistan. Hier liegt der fast vollständig ausgetrocknete Aralsee, dessen früherer Meeresboden heute die Aralwüste bildet. In der karakalpakischen Hauptstadt Nukus treffen Oybek und Julia den Historiker und Archäologen Oktober. Er nimmt die beiden mit auf eine Expedition zum heutigen Ufer des Aralsees. Unterwegs gibt es eine wichtige Lektion zu lernen: Im Melonenparadies Usbekistan gibt es 144 Sorten Honigmelonen. Aber wehe, man trinkt Wasser, nachdem man sie probiert hat. Das hätte eine ähnlich unangenehme Wirkung, wie sie Kirschen mit Wasser nachgesagt wird. Am Melonenstand darf Julia so viel Melone essen wie sie mag, aber danach herrscht striktes Trinkverbot. Oktober, Oybek und Julia besuchen die ehemalige Hafenstadt Muynak, die mittlerweile traurige 160 Kilometer vom aktuellen Seeufer entfernt liegt. Am Ufer, weit draußen fernab der Zivilisation, werden sie heute zelten - es ist Oybeks erste Nacht im Zelt - und einen einmaligen Sonnenaufgang erleben. Von Nukus fliegen Oybek und Julia nach Taschkent. Mit einem Rucksack voller Geschichten über die Menschen an der Seidenstraße nimmt Julia nun Abschied von "Bruder Oybek" und von Zentralasien.
3SAT Film
Gefühlt Mitte Zwanzig TRAGIKOMÖDIE, USA 2014
Ein Paar in den Vierzigern lernt ein Mittzwanziger-Pärchen kennen und beschließt, sich jung zu geben, um sich wieder jung zu fühlen. Doch das Vorhaben erweist sich als nicht so leicht.
3SAT
SCHWEIZWEIT REGIONALMAGAZIN Der fliegende Tierarzt
Was zeichnet die Schweiz aus? Charakteristische Züge, aktuelle Ereignisse sowie Land und Leute werden vorgestellt. Außerdem finden regelmäßig Gespräche mit Studiogästen statt.
3SAT
heute NACHRICHTEN
Die interaktive Talkshow bietet den Zuschauern via Chat die Möglichkeit zum Mitreden und Fragenstellen. Eine Person darf sogar über Skype-Liveschaltung Lob und Kritik bei den Studiogästen loswerden.
3SAT
3sat-Wetter WETTERBERICHT
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
3SAT Doku
Die neue Seidenstraße: Chinas Griff nach globaler Macht DOKU-REIHE
In nur vier Dekaden hat sich China von einem Armenhaus zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht der Welt entwickelt. Um das Jahr 2030 soll Chinas Wirtschaft diejenige der USA überholt haben. Auch geopolitisch und militärisch meldet China immer deutlicher seine Ansprüche als Supermacht an. "NZZ Format" über den unaufhaltsamen Aufstieg Chinas und ein Europa auf dem Abstellgleis. Chinas Machtanspruch kommt am besten zum Ausdruck im großangelegten Projekt zur Errichtung einer neuen Seidenstraße: Rund eine Trilliarde, also 1000 Milliarden Franken, sollen unter chinesischer Führung in unzählige Infrastrukturprojekte in über 70 Ländern investiert werden und China besser mit dem Rest der Welt verbinden. Damit einher geht aber auch eine Ausweitung des kulturellen, politischen und potentiell militärischen Einflusses des Reichs der Mitte.
3SAT Doku
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit DOKUMENTATION Die Grachten von Amsterdam, Niederlande - Vom Glanz eines goldenen Zeitalters
Prächtige Giebelhäuser, steinerne Brücken, ein raffiniertes System von Wasserstraßen: Amsterdam gilt als das "Venedig des Nordens". Der Film stellt die Grachten von Amsterdam vor. In einem weiten Halbkreis umschließt der Grachtengürtel mit seinen drei Hauptkanälen die Altstadt im Süden und Westen. Das Ensemble gilt als städtebauliches und architektonisches Gesamtkunstwerk aus dem 17. Jahrhundert und wurde 2010 zum UNESCO-Welterbe ernannt. Der Grachtengürtel erinnert an Glanz und Gloria des Goldenen Zeitalters der Niederlande. 1602 schlossen sich Amsterdamer Kaufleute zur Niederländischen Ostindien-Kompanie zusammen. Mit der später folgenden Westindien-Kompanie begründeten sie ein Wirtschaftsimperium: Das kleine Holland war Ende des 16. Jahrhunderts zur führenden Seehandelsnation der Welt aufgestiegen. Das Geschäft mit Kolonialwaren florierte und brachte Reichtum in die niederländische Seemetropole. Wirtschaftlicher Erfolg, die Freiheit von Religion und Wissenschaft, ein modernes, aufgeklärtes Bürgertum zogen von weither Kaufleute, Gelehrte, Künstler und Handwerker in die Hafenstadt. Amsterdam wurde zur Boomtown, seine Einwohnerzahl explodierte. Um Platz für Handelskontore und Wohnhäuser zu schaffen, wurden Sumpfgebiete trockengelegt, hunderttausende Holzpfähle als Fundamente in den Sand gerammt. Es entstanden die großen drei Kanäle Herengracht, Prinsengracht und Keizergracht, verbunden durch eine Vielzahl kleiner Nebenkanäle. Wohlhabende Bürger leisteten sich luxuriöse Giebelhäuser mit prachtvollen Salons und barocken Gärten. Und noch immer ist der Grachtengürtel eine der beliebtesten Wohngebiete der reichen Amsterdamer. Exklusivste Adresse war und ist ein Abschnitt in der Herengracht - die Gouden Bocht - die goldene Bucht. Heute residieren dort in den Stadtpalästen Versicherungen, Banken und Anwaltskanzleien.
3SAT
Tagesschau NACHRICHTEN
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
3SAT Show
Urban Priol: TILT 2019 KABARETTSHOW Der Jahresrückblick
3SAT Film
Was im Leben zählt TV-DRAMA, D 2015
In dem Münchner Mietshaus Nr. 23 nimmt man noch Anteil an Freud und Leid der Nachbarn. Die alleinerziehende Miriam hat sich in den Pfarrer Gregor verliebt. Doch dessen Gemeinde ist empört. Ein Pfarrer, der mit einer noch verheirateten Frau liiert ist, kommt für sie nicht infrage. Miriams Ex-Mann versucht unterdessen, Miriam wiederzugewinnen. Tochter Jule ist in Nöten: Sie will ihren Papa wiederhaben, aber Mamas neuen Freund Gregor mag sie auch gern. Auch bei Miriams Nachbarn gibt es Sorgen: Achim verwahrlost zunehmend in seiner Wohnung, seit seine Frau in Indien ihre Mitte sucht. Die quirlige Putzfrau Lori bringt Achim inklusive Haushalt wieder auf Trab, zum Entsetzen seiner Kinder. Und Hausmeister Eberling will nicht wahrhaben, dass er an Demenz leidet, und steckt fast das Haus in Brand. Die Hausbewohner unterstützen seine Tochter Ingrid in der Fürsorge um den Vater - besonders Michael, der ein Auge auf Ingrid geworfen hat.
3SAT Film
Macbeth DRAMA, F 2015
Schottland im Mittelalter: Verführt von einer mysteriösen Prophezeiung und angetrieben von seiner ehrgeizigen Frau, ermordet Heerführer Macbeth seinen König, um selbst den Thron zu besteigen.
3SAT Doku
Bulgariens Bergwelten LANDSCHAFTSBILD Das Balkan-Gebirge
Stara Planina, Pirin, Rila und Rhodopen - Bulgariens Bergwelten sind nur wenigen Nicht-Bulgaren ein Begriff. Die abgeschiedene Gegend ist die Heimat von Karakatschan-Hunden und Braunbären. Der zweiteilige Film lädt zu einer Entdeckungsreise in eine unbekannte Region mitten in Europa ein, deren landschaftliche Vielfalt von atemberaubender Schönheit ist. Der erste Teil begleitet den Kletterer Todor Tsankov und den Biologen Wladimir Todorow. Das Balkangebirge zieht sich vom Nordwesten Bulgariens bis zur Schwarzmeerküste. Tiefe Täler schieben sich zwischen die Bergmassive des "alten Gebirges" Stara Planina, wie das Gebirge offiziell in Bulgarien heißt. Über 600 Kilometer erstreckt sich das Massiv, das auf seiner Nordseite ein ausgeprägtes Vorgebirge hat, nach Süden aber steil abfällt. Es wird von Pässen überquert und Tälern durchschnitten. Das Balkangebirge ist vielseitig und zeigt dem Besucher ein immer neues Gesicht. Bis zu 200 Meter sind die roten Sandsteinfelsen von Belogradtschik hoch. Vor Millionen Jahren durch tektonische Bewegungen entstanden, ziehen sich diese Steinformationen über eine Länge von rund 30 Kilometern. Die Felsen bestehen aus rotem Sandsteinkonglomerat, sie brechen leicht und sind daher eine Herausforderung für jeden Kletterer. Der 18-jährige Todor Tsankov gehört zu Bulgariens talentiertesten Kletterern. 500 Felsen und fast 1000 Kletterrouten gibt es in der Region. Todor hat davon schon 200 gemeistert. Auf den 70 Meter hohen Felsen "Finger" begleitet ihn zum ersten Mal sein Sicherungspartner Angel. Der Zentralbalkan ist der höchste und wildeste Teil des Balkangebirges. Größtenteils steht er als gleichnamiger Nationalpark unter Naturschutz. Flächenmäßig ist er einer der größten in Europa und eines der letzten Refugien des Braunbären. Wladimir Todorow ist Biologe und auf diese großen Raubtiere spezialisiert. Eine Bärin hat sich in der Falle eines Wilderers verfangen. Wladimir versucht, die junge Bärin zu retten.
3SAT Doku
Bulgariens Bergwelten LANDSCHAFTSBILD Rila, Pirin und Rhodopen
Rila, Pirin, Rhodopen und Strandscha sind vier Gebirgszüge im Süden Bulgariens. Sie wurden in ihrer jahrtausendealten Geschichte von Thrakern, Slawen, Byzantinern und Römern besiedelt. Das Rila-Gebirge ist das höchste Gebirge der Balkanhalbinsel. Schneebedeckte Gipfel, zackige Felsformationen und tiefe Schluchten sind typisch für die Gegend. Die Hänge rund um den Belmeken-Gipfel zählen zu den größten Weideflächen Bulgariens. Deshalb bringt Nikolai Wasilew seit zehn Jahren im Sommer seine Kühe dorthin. Sein Sohn Dimitar und er verbringen vier Monate mit den Tieren auf den Hochweiden im Rhythmus der Natur. Die riesigen Marmor- und Granitfelsen verleihen dem Pirin-Gebirge seinen alpinen Charakter. Dort züchtet Elena Zingarska einige der besten Wachhunde der Welt und rettet so die jahrtausendealte Rasse der Karakatschan vor dem Aussterben. Die Rhodopen sind das größte zusammenhängende Gebirge Bulgariens. Wie gewaltige grüne Wellen schieben sich die Hügel in die Landschaft, durchbrochen von tiefen Schluchten aus Sandstein. Die Rhodopen sind dünn besiedelt, wenige Dörfer in engen Tälern versteckt. Auch Kowatschewiza, das im 17. Jahrhundert erbaut wurde, hat sich kaum verändert. Ganz im Osten, entlang der türkischen Grenze, erstreckt sich das Strandscha-Gebirge, in dem unzählige Rhododendren- und Orchideenarten gedeihen. Die immergrünen Feuchtwälder sind die Heimat voreiszeitlicher Reliktpflanzen wie der wildwachsenden Rhododendren. Ein Blütenmeer in Rosa erwartet den Besucher.
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Ostwärts - Mit dem Rucksack der Sonne entgegen TOURISMUS Karawane durch Kirgistan
Entlang der Seidenstraße durch Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan reist die Journalistin Julia Finkernagel durch drei Länder am legendären Karawanenweg. Sie hat das Ziel, möglichst viel über die Gewohnheiten anderer Kulturen zu lernen. Julia trifft mit Herz und Humor auf Nomaden, Schamanen, Hirten und Künstler. Sie übernachtet in Jurten, tanzt auf einer Hochzeit, lernt Plov kochen und Suppe mit den Händen essen. Eine humorvolle Kirgisin, eine lebenslustige Tadschikin und ein fröhlicher Usbeke sind ihre Begleiter auf der Reise. Sie zeigen Julia ihre Heimat und bewahren sie vor Fettnäpfchen - denn davon gibt es einige. Auf dem Basar in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek bekommt Julia von ihrer Gastgeberin Guldana Dschunuschowa eine Einführung in die Aufgaben der Schwiegertochter. In Zentralasien wohnt diese ab dem Tag der Hochzeit mit ihrem Mann bei den Schwiegereltern und ist dort für den gesamten Haushalt zuständig. Der Weg ins Tian-Shan-Gebirge führt vorbei am Yssykköl-See und durch das märchenhafte Skaskatal. In Kochkor fertigen Frauen in einer Handwerkskooperative traditionelle Filzteppiche. Ob der Teppich, bei dem Julia und Guldana mithelfen, sich allerdings verkaufen lässt - da ist sich Julia nicht so sicher. In der Bergsteppe am glasklaren Songköl-See verbringen die Halbnomaden mit ihren Herden den Sommer, ohne Handy- oder Fernsehempfang. Julia wird von einer kirgisischen Großfamilie in der Jurte aufgenommen. Solidarisch mit der Schwiegertochter lernt Julia das harte Leben auf der Sommeralm kennen - vergorene Stutenmilch als Aperitif und Fettschwanzschaf auf nüchternen Magen inklusive. Guldana zeigt Julia die einzige in Kirgistan erhaltene Karawanserei Tasch Rabat, und in Osch erleben die beiden auf dem Heiligen Berg ein Schamanenritual: Eine Frau bekommt das "böse Auge" ausgetrieben. Auch Julia wird von der Schamanin unter die Lupe genommen. In der alten Seidenstraßenstadt Ösgön auf dem Basar gibt es eine Rarität: roten Reis. Der eignet sich hervorragend für das kirgisische Nationalgericht Plov. Julia macht einen Kochkurs bei Guldanas Onkel Akim, denn Plov kochen ist Männersache. Sagt der Onkel. "Das wollen wir doch mal sehen", sagt Julia. Guldana bringt Julia noch in ein gottverlassenes Dorf nahe der tadschikischen Grenze - dann heißt es vor der Gipfelkette des Pamir Abschied nehmen. Guldana muss zurück nach Bischkek, und Julia will auch weiter, nach Tadschikistan.
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Ostwärts - Mit dem Rucksack der Sonne entgegen TOURISMUS Tadschikische Gastfreundschaft
Am Grenzposten im Hochgebirge des Pamir trifft Julia Finkernagel die lustige Tadschikin Suhro Gulomowa, die Julia ihr Land zeigen will. Der höchste Punkt der Reise liegt auf knapp 5000 Metern. Der legendäre Pamir-Highway verläuft durch die autonome Provinz Berg-Badachschan. Wegen Überschwemmungen macht das Filmteam einen Umweg und landet im riskanten Wachankorridor, der Schlucht zwischen Pamir und Hindukusch, die Tadschikistan von Afghanistan trennt. Der Fluss Pandsch bildet die Grenze. Man solle ihr ohne kugelsichere Weste nicht zu nahe kommen, rät der Fahrer. Doch Julia und Suhro sind neugierig auf die Afghanen. Die heiße Quelle Bibi Fatima ist ein Naturwunder, das besonders von Paaren mit Kinderwunsch besucht wird. Diese baden am äußersten Zipfel der Welt im 40 Grad heißen Wasser, das aus dem Berg schießt. Auch Lungen- und Hautkrankheiten sollen hier geheilt werden, und wenn man das Wasser trinkt, soll es Glück bringen. In Tadschikistan ist der Gast König. Julia wird vom Tadschiken Haidar zum Essen eingeladen, und ihr zu Ehren gibt es eine pamirische Folklore-Show. Anscheinend können die Kinder hier schon singen und tanzen, bevor sie sprechen und laufen lernen. In Kulaichum besuchen Julia und Suhro einen Honigmacher. Das nächste Ziel bei Kulob erreichen die beiden mit Verspätung - alle sind im Aufbruch zu einer Hochzeit im Dorf. Die beiden sind eingeladen, jetzt heißt es schnell duschen und umziehen. Julia lernt eine improvisierte tadschikische Dorfdusche kennen und danach das ganze Dorf. Mehr als 150 Gäste sind auf einer tadschikischen Hochzeit nicht erlaubt, weil sich viele Familien damit finanziell übernommen haben. Aber heute wird nicht so genau gezählt. Zahlreich sind auch die Rituale der Hochzeit - Julia kommt aus dem Staunen nicht heraus. Auf dem Basar der ehemaligen Seidenstraßenmetropole Chudschand erleben Julia und Suhro Kurioses. Mit dem Kraut "Usma" zum Beispiel färben sich die Frauen die Mitte zwischen den Augenbrauen - die Monobraue ist in Tadschikistan ein echtes Schönheitsmerkmal. An einem anderen Stand werden Steine angeboten, zum Naschen für Schwangere und als Heilmittel bei Magenproblemen. Das muss probiert werden, findet Julia, aber dann hat sie bereits Schwierigkeiten beim Abbeißen. An der usbekischen Grenze nimmt Julia Abschied von Suhro und von Tadschikistan. Sie will zu Fuß weiter, nach Usbekistan.
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Ostwärts - Mit dem Rucksack der Sonne entgegen TOURISMUS Usbekistans Seidenstraße
Am Grenzposten Bekobod wartet Oybek Ostanov auf Julia Finkernagel, um ihr Usbekistan zu zeigen. Erste Station ist das märchenhafte Samarkand mit orientalischen Bauwerken voller Ornamentik. Julia hat es noch schwerer als sonst, den Mund geschlossen zu halten. Auf einem Wiegenfest, einem Gaworabandon, wird ein Neugeborenes zum ersten Mal in die Wiege gelegt - nur Frauen dürfen dabei sein. Julia lernt die vielen symbolischen Handlungen kennen. Die eine schützt vor Unheil, die andere bringt Glück. Die Frauen singen, beten und essen gemeinsam. Durch die Wüste Kisilkum führt die Seidenstraße in die alte Handels- und Gelehrtenstadt Buchara - ein Bild wie aus "Tausendundeiner Nacht" für Julia und Oybek: sandfarbene Kuppelbasare, Moscheen, Medresen und ein verwinkeltes jüdisches Viertel. Hier wohnt der Miniaturmaler Davlat, dem Julia über die Schulter schauen darf, natürlich mit Lupe. Ein paar Gassen weiter hat der Suzana-Sticker seine Werkstatt. Suzani sind seidene Wandbehänge. Julia lernt, wie man diese bestickt, und wird, wohl mehr wegen ihres Mundwerks als wegen ihrer Stickkünste, als Lehrling angenommen. Als vorwitziger Lehrling, wie der Meister bemerkt. Julia und Oybek reisen weiter in die sagenhafte Oase Chiwa. In der Wüstenstadt werden nach uralter Tradition Fellmützen hergestellt, Holz geschnitzt, Seidenteppiche geknüpft. Julia erlebt in der Werkstatt des Mützenmachers, wie er in Rekordzeit eine Mütze aus Lammfell herstellt - und zum großen Amüsement auch frisiert. Bei den Seidenknüpferinnen darf Julia sogar mithelfen, doch das verzögert den Prozess enorm, und der Teppich wird nun wohl etwas später fertig als bestellt. Den äußersten Westen von Usbekistan bildet die autonome Republik Karakalpakistan. Hier liegt der fast vollständig ausgetrocknete Aralsee, dessen früherer Meeresboden heute die Aralwüste bildet. In der karakalpakischen Hauptstadt Nukus treffen Oybek und Julia den Historiker und Archäologen Oktober. Er nimmt die beiden mit auf eine Expedition zum heutigen Ufer des Aralsees. Unterwegs gibt es eine wichtige Lektion zu lernen: Im Melonenparadies Usbekistan gibt es 144 Sorten Honigmelonen. Aber wehe, man trinkt Wasser, nachdem man sie probiert hat. Das hätte eine ähnlich unangenehme Wirkung, wie sie Kirschen mit Wasser nachgesagt wird. Am Melonenstand darf Julia so viel Melone essen wie sie mag, aber danach herrscht striktes Trinkverbot. Oktober, Oybek und Julia besuchen die ehemalige Hafenstadt Muynak, die mittlerweile traurige 160 Kilometer vom aktuellen Seeufer entfernt liegt. Am Ufer, weit draußen fernab der Zivilisation, werden sie heute zelten - es ist Oybeks erste Nacht im Zelt - und einen einmaligen Sonnenaufgang erleben. Von Nukus fliegen Oybek und Julia nach Taschkent. Mit einem Rucksack voller Geschichten über die Menschen an der Seidenstraße nimmt Julia nun Abschied von "Bruder Oybek" und von Zentralasien.
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Dampfreise in die Karpaten TOURISMUS
Auf einer der schönsten Gebirgsbahnen der Ukraine mit zahlreichen Brücken, Tunnel und Viadukten geht es fünf Tage lang durch die beeindruckende Landschaft der Karpaten. "Mit Dampf auf Breit- und Schmalspurgleisen in die Karpaten" - dies ist das Thema der Reise. Teilnehmer sind begeisterte Hobbyfotografen verschiedenster Nationalitäten. Die Reise beginnt in der Zentralukraine, in dem kleinen Provinzbahnhof Ladyschin. Der Ort liegt rund 300 Kilometer südlich von Kiew. Zunächst steht eine sowjetische Breitspurlokomotive vor dem Zug, die unterwegs rechts und links der Trasse immer wieder für große Aufregung sorgt: Eine Dampflokomotive hat man hier schon lange nicht mehr gesehen. An Tag zwei heißt es zusammenrücken: In Rudnycja warten zwei polnische Reisewaggons und eine sowjetische Dampflok der GR-Baureihe, was so viel bedeutet wie "germanskaja reparazja". Diese Schmalspurloks wurden im Rahmen der Reparationsentnahmen nach 1947 von den Sowjets in Potsdam-Babelsberg gebaut. Die Fahrt auf einer der letzten drei Schmalspurstrecken der Ukraine endet in Haivoron. Der Nachtzug Nummer 136 von Odessa nach Lemberg bringt die Reisegruppe ins Huzulenland, nach Kolomyja. Es folgen drei Tage mit der sowjetischen Dampflokomotive "L 3535". Bei den vorherrschenden niedrigen Temperaturen ist ihre Dampfsäule weithin sichtbar.
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Kaukasisches Bahnabenteuer TOURISMUS
Georgien ist ein Paradies für Eisenbahn-Fans: In dem Land an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien sind vor Güter- und Personenzügen noch Lok-Veteranen aus Sowjetzeiten im Einsatz. Sowohl die Strecke zwischen der Hauptstadt Tiflis und Poti, dem größten Schwarzmeerhafen Georgiens, wie auch zahlreiche Nebenstrecken entlang des Kaukasus bieten Eisenbahnrelikte in Hülle und Fülle, also Romantik und Abenteuer gleichermaßen.
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Erlebnisreisen-Tipp TOURISMUS Belgien - Flanderns Klassiker - Gent, Leuven und Antwerpen
Ob Island, Nairobi oder die Wildnis Kanadas - Abenteuer lauern überall. Doch welches passt zu mir, meiner Familie und meinem Geldbeutel? Dies gilt es, mithilfe der ausführlichen Beiträge herauszufinden.
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