Mutter muss weg

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Mutter muss weg

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Komödie

Tristan ist ein Träumer. Selbst mit Mitte 30 ist es ihm noch nicht gelungen, sich aus den Fängen seiner außergewöhnlich dominanten Mutter zu lösen. Das soll anders werden. Mithilfe seiner Therapeutin versucht Tristan ziemlich erfolglos, seine diversen Ängste zu überwinden, die scheinbar aus dem übersexualisierten Umfeld resultieren, das ihn seit frühester Kindheit geprägt hat. Anstelle der Sexspielzeuge, die seine Mutter in ihrem Unternehmen seit vielen Jahren sehr erfolgreich herstellt und vertreibt, würde er gern Puppenhäuser produzieren. Aber seine resolute Mutter verbucht seine Ideen als pubertäre Fantastereien und blockiert jeden Vorstoß in diese Richtung. Als seine Mutter die Diagnose einer schweren Krankheit erhält, wächst in Tristan die Hoffnung, dass er in absehbarer Zeit die Leitung des Unternehmens übernehmen und die Produktion umstellen könnte. Er blüht förmlich auf. Aber der Traum währt nur kurze Zeit, denn es stellt sich heraus, dass seine Mutter eine Fehldiagnose bekommen hat. Sie erfreut sich bester Gesundheit und wird wohl noch viele Jahre über das Schicksal des Unternehmens und damit auch über das ihres Sohnes Tristan bestimmen. Tristan ist am Boden zerstört, aber immerhin ist ihm jetzt eines klar geworden: Mutter muss weg! Das ist leichter gesagt, als getan. Tristan kann keinem Tier ein Härchen krümmen, und nun soll er seine Mutter beseitigen? Es muss professionelle Hilfe her: ein Auftragskiller. In der einzigen zwielichtigen Kneipe im Ort trifft Tristan den windigen Kroaten Josip, der ihm tatsächlich anbietet, diesen Auftrag zu erledigen. Josip stellt sich allerdings nicht nur als windig, sondern vor allem als ziemlich unfähig heraus, und das Attentat misslingt. Tristans Mutter hat sich schnell von dem Schock des Überfalls erholt und gesteht nun ihrem Sohn, dass sie doch schwer krank sei und wohl bald sterben werde. Im Anschluss an ihren Krankenhausaufenthalt tritt sie eine Kur an, um dort ein wenig zur Besinnung zu kommen. Tristan weiß gar nicht, wie ihm geschieht. Aber eins ist klar: Er muss Josip den Auftrag schnell wieder entziehen! Der hat allerdings aufgrund seines Versagens den Auftrag schon weiterverkauft. In seiner Verzweiflung beschließt Tristan, seine Mutter in die Kur zu begleiten, um zu verhindern, dass der ihm unbekannte Killer seiner Mutter unnötigerweise etwas zuleide tut. Es entwickelt sich eine wilde Jagd, die mindestens für einen der Beteiligten tödlich endet.
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Wünsche werden wahr - Die Entstehung des Kaufhauses

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Alpenpanorama KAMERAFAHRT
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
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Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
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Hart aber fair POLITIK
Vor Studiopublikum diskutieren Gäste aus verschiedensten Bereichen kontroverse Themen. Einspieler liefern zusätzliche Informationen, und die Zuschauer können sich interaktiv beteiligen.
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Der Geschmack Europas ESSEN UND TRINKEN Wales
Der Beitrag der Reihe "Der Geschmack Europas" lädt zu einer kulinarischen Entdeckungsreise auf die Britischen Inseln, genauer gesagt nach Wales, ein. Auf der Reise in das Land der Mythen und Legenden kostet sich Lojze Wieser durch die typisch-walisischen Geschmäcker von Laverbread, Herzmuscheln, Bara Brith bis zum typischen Fish & Chips und trifft auf Menschen, die die alten Rezepte ins Heute übertragen können. Die walisische Sprache ist noch weit verbreitet, und Flaggen mit dem legendären roten Drachen krönen die historischen Festungen und Burgen, von denen es in Wales mehr als 600 an der Zahl gibt - und damit mehr als in jedem anderen Land Europas. Sie sind nicht nur Überreste der Geschichte, sondern auch ein Beweis für Wales' bewegte Vergangenheit.
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Die Angst vor dem Wolf REPORTAGE
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Das Gedächtnis unseres Planeten DOKUMENTATION Granit am kalten Meer
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Das Gedächtnis unseres Planeten DOKUMENTATION Sandstein - Das Spiel mit Licht und Farbe
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Zeitreise - Die Welt im Jahr 0 ARCHÄOLOGIE
Der Berliner Archäologe Matthias Wemhoff reist zurück in die Zeit und fragt: Warum gibt es überhaupt diese Ungleichzeitigkeit in der Entwicklung der Völker? Was geschah im Rest der Welt, als mit Jesus Geburt das Jahr 0 für unsere Zeitrechnung festgeschrieben wurde? Was machten die Maya, als die Chinesen die Große Mauer bauten? Prof. Wemhoff zeigt die Gleichzeitigkeit von Dingen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Zum ersten Mal im deutschen Fernsehen entsteht so eine Parallelgeschichte der Menschheit, die durch das Miterleben zum Staunen einlädt. In den beiden Teilen von "Terra X - Zeitreise" geht es um die zwei mythischen Daten der Jahre 0 und 1000. Ein Reich beherrscht fast den gesamten europäischen Kontinent: Das Imperium Romanum reicht von Nordafrika bis zum Ärmelkanal. Mit "Brot und Spielen" entfliehen die Römer ihrem harten Alltag. Für die Spiele steht das Kolosseum mit seinen blutigen Gladiatorenkämpfen, für das Brot das erste Kochbuch der Welt. Verfasst von dem römischen Genießer Marcus Gavius Apicius. Seine exotischen Rezepte haben sich bis heute gehalten und lassen sich nachkochen. Das Römische Reich ist damals die bekannteste Macht unserer Welt, doch Zehntausende Kilometer entfernt besteht zur selben Zeit ein ebenso mächtiges und furchteinflößendes Imperium: China. Dort findet um das Jahr 0 eine Volkszählung statt, die seltsamerweise fast genau auf dieselbe Anzahl von Einwohnern kommt wie das Römische Reich. Auch die Fläche des Han-Reiches ist fast identisch. Und während die Han-Chinesen versuchen, ihre verwundbare Westgrenze mit der Verlängerung einer Mauer - man wird sie später die Chinesische Mauer nennen - gegen die rebellischen Xiongu zu schützen, errichten die Römer den Limes. Einen Grenzwall gegen die Barbaren aus dem Norden - nicht zuletzt auch gegen die Germanen. 12 000 Kilometer entfernt führt die Zeitreise im Jahr 0 zu einer Kultur, von deren Existenz in Europa damals niemand etwas ahnte. Jedes Bauwerk der Maya ist den Göttern gewidmet, ihr Götterhimmel ist voll von ihnen. Allein um den Willen der Götter vorherzusehen, entwickeln sich die Maya zu den fortschrittlichsten Astronomen und Mathematikern der Welt im Jahr 0. Prof. Matthias Wemhoff reist zu den genannten und weiteren Orten, findet Verbindendes und Trennendes. Er lässt die Zuschauer spüren, wie aufregend es gewesen wäre, im Jahr 0 die Welt zu bereisen und Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten zu erleben. Eine Zeitreise mit ganz neuen Einsichten, die vor Augen führt, wie wir uns als Menschheit in einem auf wenige Jahre beschränkten Zeitfenster entwickelten.
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Zeitreise - Die Welt im Jahr 500 GESCHICHTE
Wie groß waren Gemeinsamkeiten, wie stark Unterschiede? Was waren die Gemeinsamkeiten, oder gab es kaum welche? Durch den parallelen Blick auf weit auseinanderliegende - oft nichts voneinander wissenden - Kulturen entsteht ein neues spannendes Geschichtsbild. Als in Europa Rom am Boden liegt und die Völkerwanderung ihren Lauf nimmt, ist Amerika noch ein ferner, unbekannter Kontinent. Doch was geschieht damals dort oder in Asien oder in Afrika? Gerade im Norden Afrikas überlebt die jahrhundertealte Kultur der Römer: Es sind die als kulturlos verschrienen Vandalen in Tunesien, die sich so römisch geben wie die Römer selbst. Und auch das Oströmische Reich erlebt eine Blütezeit, die noch heute sichtbaren Errungenschaften Kaiser Justinians sind enorm: Matthias Wemhoff entdeckt im modernen Istanbul unterirdische Wasserreservoirs und kilometerlange Aquädukte. Tausende Kilometer entfernt entstehen zur selben Zeit beeindruckende Monumente anderer Kulturen: In Zentralmexiko errichten Menschen gigantische Pyramiden ohne technische Hilfsmittel. Alles zu Ehren ihrer Götter. Zeitgleich wird 20 000 Kilometer entfernt eine andere Meisterleistung vollbracht, die einen Siegeszug um die Welt antreten sollte: Im Norden Indiens erfinden kluge Köpfe ein hochkomplexes Spiel - Schach. Die Fürsten jener Zeit erproben mit dem Spiel die Strategien ihrer Armeen. Die Seidenstraße, der wichtigste Handelsweg zwischen den Kontinenten, wird im Jahr 500 zum Schauplatz der ersten Industriespionage. Zwei byzantinische Mönche schmuggeln aus China eines der wertvollsten Güter dieser Zeit: Seidenraupen-Eier. Die Produktion von Seide bedeutet damals Geld, Macht, Einfluss und Fortschritt. Dinge, die im Jahr 500 aber nicht überall auf der Welt den gleichen Stellenwert hatten, wie Matthias Wemhoff in der Region des heutigen Namibia mit eigenen Augen sehen kann. Dort leben schon damals die San, die auch heute noch hier zu Hause sind. Seit Jahrtausenden hat sich ihre Kultur und Lebensart kaum verändert. Während die Völkerwanderung in Europa ganze Kulturen vernichtet, die Menschen von Teotihuacan nach kriegerischen Auseinandersetzungen aus der Geschichte scheinbar verschwinden und Kaiser Justinian viele Aufstände blutig niederschlägt, überlebt die einfache Kultur der San. Matthias Wemhoff führt die Zuschauer durch diese ferne Zeit, zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf und schaut vor allem auch, welche kulturellen Errungenschaften von damals wir heute noch in unserem Alltag finden. Eine Zeitreise, die im Heute endet.
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Zeitreise - Die Welt im Jahr 1000 ARCHÄOLOGIE
Was machten eigentlich die Maya, als die Chinesen die Große Mauer bauten? Was die Deutschen, als die Wikinger ein weites Handelsreich etablierten? Die Sendung lädt zum Staunen ein. Um das Jahr 1000 leben in Deutschland 90 Prozent der Bevölkerung auf dem Land. Nur wenige Ortschaften ragen als kleine Inseln aus endlosen Wäldern heraus. Rom ist längst untergegangen. Große Städte sind im Jahr 1000 nicht in Europa zu finden, dafür aber in China. Schon um das Jahr 0 eines der mächtigsten Reiche der Erde, wird das chinesische Kaiserreich um 1000 von einem Modernisierungsschub erfasst. Die Wirtschaft wird revolutioniert, echte, große Metropolen entstehen, die ersten Megacitys der Menschheit. In Kaifeng leben bereits knapp eine Million Menschen - die größte Stadt der Welt, in der der Handel dominierte. Möglich gemacht durch die Erfindung des Papiergeldes, das erst 600 Jahre später nach Europa kommen sollte. Dort macht sich zur selben Zeit ein Völkerverbund auf den Weg, Geschichte zu schreiben und ein großes Handelsreich zu gründen: die Wikinger. Meist als brutale Zeitgenossen verschrien, die andere Völker unterjochen, Dörfer und Städte brandschatzen, sind es die Wikinger, die um das Jahr 1000 eine erste, frühe Form der Demokratie begründen, die diesen Namen auch verdient. Und nicht nur das: Im Jahr 1001 ist es ein Wikinger, Leif Eriksson, der als erster Europäer seinen Fuß auf amerikanischen Boden setzt. Nur die Archäologie macht solche Erkenntnisse möglich, denn Schriftliches haben die Wikinger nicht hinterlassen. Sie kannten kein umfassendes Schriftsystem. Die waren damals rar gesät: so die faszinierende Rongorongo-Schrift der abgelegenen Osterinsel. Völlig unbeeinflusst von außen existiert hier bereits um das Jahr 1000 eine Schrift, die bis heute nicht in Gänze entziffert ist. Doch nicht nur die Schriftform der Osterinsel-Bewohner ist einzigartig, sondern auch ihre berühmten riesigen Steinköpfe aus dieser Zeit haben Geschichte geschrieben. Auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan entfaltet das Reich von Chichén Itzá um das Jahr 1000 seine größte Ausdehnung, vereint so unterschiedliche Völker wie Tolteken, Maya sowie Einwanderer aus Mexiko. Anders als auf der unzugänglichen Osterinsel belassen es die Menschen im Melting Pot Chichén Itzá nicht bei der Götterverehrung durch riesige Statuen, sondern opfern auch Menschen. Belege dafür fanden Archäologen in unterirdischen Wasserlöchern, den sogenannten Cenotes. Byzanz kannte um das Jahr 1000 keine Menschenopfer, war aber das eigentliche und prächtigste Zentrum der Machtentfaltung in Europa. Selbst die wilden Wikinger waren auf ihren Handels- und Entdeckungsreisen bis in die damals glanzvolle Hauptstadt Konstantinopel gekommen. Im elegantesten und beeindruckendsten Bauwerk des gesamten byzantinischen Reichs, der Hagia Sophia, finden sich die überraschenden Belege dafür, wie weit die damalige Welt bereits zusammengewachsen war: die eingeritzten Runen eines Wikingers. Bei aller Ungleichzeitigkeit der Entwicklung im Jahr 1000 war schon etwas zu spüren, was heute Allgemeinwissen ist: Die Globalisierung der Welt schreitet stetig voran, die ganze Welt wird zu einem Dorf.
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Zeitreise - Die Welt im Jahr 1500 ARCHÄOLOGIE
Wie groß waren die Gemeinsamkeiten, wie stark die Unterschiede? Durch den parallelen Blick auf weit auseinanderliegende, oft nichts voneinander wissenden Kulturen entsteht ein neues, spannendes Geschichtsbild. In der Welt des Jahres 1500 haben Kirchen noch große Macht. Insbesondere die katholische Kirche hat das Leben der Menschen im Griff, wie Matthias Wemhoff in den Archiven der apostolischen Bußbehörde in Rom entdeckt. Hier lagern Berichte von einfachen Menschen, die den Papst um Vergebung ihrer Sünden baten. Darunter auch der ungewöhnliche Fall eines schottischen Priesters, der bei einem Fußballspiel einen Mönch mit einem rüden Foul stoppte. Der verletzte Spieler starb noch auf dem Spielfeld. Um Absolution zu erhalten, schilderte der Priester den Unfall bis ins kleinste Detail. Europa geht damals unaufhaltsam einer neuen Zeit entgegen. So erkennt Kopernikus, dass sich die Erde um die Sonne dreht, und stellt damit das Menschen- und Gottesbild auf ein neues Fundament. Andere Zeitgenossen hängen unterdessen noch dem alten Glauben an Magie und Hexen an, so auch Martin Luther. Der Reformator stellt zwar heftig die Macht des Papstes infrage, ist aber gleichzeitig Anhänger der Hexenverbrennung. Die bahnbrechenden Entdeckungen der spanischen Seefahrer nimmt er kaum wahr, auch die revolutionäre Kunst Michelangelos oder Leonardo da Vincis beeinflusst sein Weltbild nicht. Dabei ist Leonardo da Vinci nicht nur ein genialer Künstler, Erfinder und Ingenieur, sondern auch ein umtriebiger Geschäftsmann. Matthias Wemhoff entdeckt in Istanbul einen Brief Leonardos, in dem er sich dem osmanischen Sultan Bayezid II. als Architekt einer gigantischen Brücke über das Goldene Horn anbietet. Doch Bayezid bevorzugt Michelangelo, den alten Rivalen Leonardo da Vincis, aber der lehnt ab. Der Siegeszug der Osmanen macht in Istanbul im Jahr 1500 vieles möglich, auch wenn einige Neuerungen im Verborgenen stattfinden müssen. Eine verschworene Gemeinschaft von Muslimen und Christen trifft sich heimlich, um ein neues, noch illegales Getränk zu genießen: den Kaffee. Wer beim Konsum erwischt wird, dem droht eine Strafe. Auch an anderen Orten treten Neuerungen ihren Siegeszug an, selbst wenn sie verboten sind. Venedig ist im 16. Jahrhundert die Stadt, in der über 800 Inquisitionsverfahren oftmals wegen Bagatellen geführt werden. Und dennoch trauen sich die Venezianerinnen, heimlich Alchimisten zu besuchen, die ihnen mit allerlei Tinkturen die Haare blond färben. Das neue Schönheitsideal der "Bella Bionda" ist geboren. Auf den technologischen Fortschritt setzen im Jahr 1500 vor allem die Spanier und Portugiesen mit ihren Schiffen. Es sind meist Abenteurer in ihren Diensten, die den Globus neu vermessen. Doch mit dem Fortschritt kommt auch die dunkle Seite der Macht in die neu entdeckten Länder: Mit ihren Feuerwaffen rotten die Spanier die Azteken und Inka nahezu aus, eingeschleppte Krankheiten aus der Alten Welt töten Hunderttausende Eingeborene. Als die Portugiesen fast zeitgleich in Japan landen, haben auch sie Musketen im Gepäck. Umso verwunderter sind sie, dass der alte Kriegerstand des Landes, die Samurai, die Feuerwaffe aus moralischen Gründen verdammt. Ein in der Weltgeschichte einmaliges Phänomen und eine Haltung, die den Europäern fremd bleibt und den europäischen Siegeszug vereinfacht. 1500 ist eine Zeit der fortschreitenden Expansion. Europa baut Weltreiche auf, sei es in Amerika, sei es in Asien. Immer mit Unterstützung der Kirche. Es geht um Gold, um Gewürze und immer auch um die Bekehrung der sogenannten Heiden. Der kulturelle Reichtum bleibt den Eroberern fremd und verschlossen. Den Seefahrern gelingt aber beiläufig etwas anderes: Sie legen den Grundstein für ein erstes Welthandels- und Kommunikationssystem und werden so zu Wegbereitern der Globalisierung. Mit all den Vor- und Nachteilen, die uns heute noch beschäftigen. Matthias Wemhoff entführt die Zuschauer in die Welt der damaligen Innovation und Neuordnung, die heute kaum aktueller sein könnte.
3SAT Doku
Island - Weltspitze LAND UND LEUTE
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3sat-Wetter WETTERBERICHT
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
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Kulturzeit MAGAZIN
Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD
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Tagesschau NACHRICHTEN
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
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Mutter muss weg KOMÖDIE, D 2012
Tristan ist ein Träumer. Selbst mit Mitte 30 ist es ihm noch nicht gelungen, sich aus den Fängen seiner außergewöhnlich dominanten Mutter zu lösen. Das soll anders werden. Mithilfe seiner Therapeutin versucht Tristan ziemlich erfolglos, seine diversen Ängste zu überwinden, die scheinbar aus dem übersexualisierten Umfeld resultieren, das ihn seit frühester Kindheit geprägt hat. Anstelle der Sexspielzeuge, die seine Mutter in ihrem Unternehmen seit vielen Jahren sehr erfolgreich herstellt und vertreibt, würde er gern Puppenhäuser produzieren. Aber seine resolute Mutter verbucht seine Ideen als pubertäre Fantastereien und blockiert jeden Vorstoß in diese Richtung. Als seine Mutter die Diagnose einer schweren Krankheit erhält, wächst in Tristan die Hoffnung, dass er in absehbarer Zeit die Leitung des Unternehmens übernehmen und die Produktion umstellen könnte. Er blüht förmlich auf. Aber der Traum währt nur kurze Zeit, denn es stellt sich heraus, dass seine Mutter eine Fehldiagnose bekommen hat. Sie erfreut sich bester Gesundheit und wird wohl noch viele Jahre über das Schicksal des Unternehmens und damit auch über das ihres Sohnes Tristan bestimmen. Tristan ist am Boden zerstört, aber immerhin ist ihm jetzt eines klar geworden: Mutter muss weg! Das ist leichter gesagt, als getan. Tristan kann keinem Tier ein Härchen krümmen, und nun soll er seine Mutter beseitigen? Es muss professionelle Hilfe her: ein Auftragskiller. In der einzigen zwielichtigen Kneipe im Ort trifft Tristan den windigen Kroaten Josip, der ihm tatsächlich anbietet, diesen Auftrag zu erledigen. Josip stellt sich allerdings nicht nur als windig, sondern vor allem als ziemlich unfähig heraus, und das Attentat misslingt. Tristans Mutter hat sich schnell von dem Schock des Überfalls erholt und gesteht nun ihrem Sohn, dass sie doch schwer krank sei und wohl bald sterben werde. Im Anschluss an ihren Krankenhausaufenthalt tritt sie eine Kur an, um dort ein wenig zur Besinnung zu kommen. Tristan weiß gar nicht, wie ihm geschieht. Aber eins ist klar: Er muss Josip den Auftrag schnell wieder entziehen! Der hat allerdings aufgrund seines Versagens den Auftrag schon weiterverkauft. In seiner Verzweiflung beschließt Tristan, seine Mutter in die Kur zu begleiten, um zu verhindern, dass der ihm unbekannte Killer seiner Mutter unnötigerweise etwas zuleide tut. Es entwickelt sich eine wilde Jagd, die mindestens für einen der Beteiligten tödlich endet.
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kinokino KINOMAGAZIN
Licht aus, Spot an! Welche spannenden Filme in nächster Zeit in den deutschen Kinos anlaufen oder auf DVD erscheinen, gibt es hier zu sehen. Interviews mit Schauspielern oder Regissueren runden das Angebot ab.
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ZIB 2 NACHRICHTEN

Die Themen der heutigen ORF-Nachrichten "ZIB 2" Sendung finden Sie hier.

 

 

 

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Wünsche werden wahr - Die Entstehung des Kaufhauses DOKUMENTARFILM, F 2011
Die moderne Konsumgesellschaft nimmt im 19. Jahrhundert mit einem Pariser Kaufhaus Gestalt an: dem "Bon Marché". Als Erfinder des Warenhauses gilt Aristide Boucicaut (1810-1877). Das Geschäft, 1838 eröffnet, findet schon bald Nachahmer. Die Erfindung des Kaufhauses bringt radikale Veränderung mit sich: Frauen können ohne Begleitung das Haus verlassen, um einkaufen zu gehen. Und ein neuer Beruf für Frauen entsteht: die Verkäuferin. Standardgrößen werden eingeführt und damit die weiblichen Rundungen stereotypisiert. Die Mode wechselt zu jeder Jahreszeit, und es entsteht eine neue Form der Interaktion, deren Protagonistinnen die Verkäuferin, die Bürgersfrau und ihre Gesellschaftsdame sind. Die Begeisterung für die Kollektion der kommenden Jahreszeit schafft es, vorübergehend sogar die Grenzen zwischen den Klassen aufzuheben. Das Konzept des Warenhauses erobert die ganze Welt und entwickelt sich in England, Amerika und Australien besonders rasch. Die Dokumentation erzählt unterhaltsam eine originelle Geschichte des sozialen Phänomens "Shopping", das das Leben der Frauen ebenso revolutionierte wie die Wirtschafts- und Sozialstruktur.
3SAT Doku
Christian Jott Jenny - ein Tenor für St. Moritz REPORTAGE
Es ist eine kleine Polit-Sensation: Christian Jott Jenny ist der neue Gemeindepräsident von St. Moritz. In der Kultur ist Jenny eine feste Größe, aber politisch bisher absolut unerfahren. Die Reportage berichtet über den Zürcher Tausendsassa, der ab 1. Januar 2019 im Engadin regiert. Christian Jott Jenny ist ein Wirbelwind. Er ist Operntenor, Kulturunternehmer und Gründer des Jazz-Festivals St. Moritz. Jetzt will er sein Leben umkrempeln. Mit einer Kandidatur für das Gemeindepräsidium von St. Moritz, das seiner Meinung nach dringend einer Blutauffrischung bedarf. Denn St. Moritz hat an Attraktivität verloren und sucht nach Mitteln, der Marke "Top of the World" wieder gerechter zu werden. Es fehlt ein Gesicht, eine Identitätsfigur - und bei den Wahlen ins Gemeindepräsidium eine Auswahl. Christian Jott Jenny ist zwar Künstler, aber auch Manager. Und er kennt St. Moritz und seine Probleme. An seinem 40. Geburtstag gibt er seine Sprengkandidatur für das Gemeindepräsidium bekannt. Doch kann Jenny das? Ist der ruhelose Tausendsassa der Richtige für das politische Tagesgeschäft? In St. Moritz entbrennt eine heftige Debatte. Mit flotten Sprüchen bringt Jenny das Polit-Establishment gegen sich auf, aber er mobilisiert die Jungen. Reporter Reto Brennwald porträtiert den Entertainer und begleitet ihn auf seinem emotionalen Weg an die Spitze von St. Moritz.
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10 vor 10 NACHRICHTEN
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
3SAT Doku
Die Farben der Wüste LANDSCHAFTSBILD Die weiße Uyuni
Ob das Weiß der salzbedeckten bolivianischen Hochebenen, die unzähligen Rottöne des Colorado-Plateaus oder das blasse Rosa des Wadi Rum in Jordanien - die Farbpalette der Wüste ist immens. Die Reihe "Die Farben der Wüste" enthüllt anhand der Farben die Geheimnisse einer der faszinierendsten Landschaften. Teil eins stellt die Salar de Uyuni in Bolivien vor, eine einzigartige Wüste, in der Himmel und Erde auf fantastische Art zu verschmelzen scheinen.
3SAT Doku
Die Farben der Wüste LANDSCHAFTSBILD Das rote Colorado Plateau
Ob das Weiß der salzbedeckten bolivianischen Hochebenen, die unzähligen Rot-Töne des Colorado-Plateaus oder das blasse Rosa des Wadi Rum in Jordanien - die Farbpalette der Wüste ist immens. Die Reihe "Die Farben der Wüste" enthüllt anhand der Farben die Geheimnisse einer der faszinierendsten Landschaften. Der zweite Teil stellt das Colorado Plateau in den USA vor. Hier reichen die Farbspiele von Rosa über Lila zu Gelb und Orange.
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Die Farben der Wüste LANDSCHAFTSBILD Das Rosa Wadi Rum
Ob das Weiß der salzbedeckten bolivianischen Hochebenen, die unzähligen Rot-Töne des Colorado-Plateaus oder das blasse Rosa des Wadi Rum in Jordanien - die Farbpalette der Wüste ist immens. Die Reihe "Die Farben der Wüste" enthüllt anhand der Farben die Geheimnisse einer der faszinierendsten Landschaften. Teil drei erkundet das rosafarbene Wadi Rum in Jordanien. Eine irdische Landschaft, die - so sagen Astronauten - der Oberfläche des Mondes gleicht.
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Die Farben der Wüste LANDSCHAFTSBILD Die graue Mojave
Ob das Weiß der salzbedeckten bolivianischen Hochebenen, die unzähligen Rot-Töne des Colorado-Plateaus oder das blasse Rosa des Wadi Rum in Jordanien - die Farbpalette der Wüste ist immens. Die Reihe "Die Farben der Wüste" enthüllt anhand der Farben die Geheimnisse einer der faszinierendsten Landschaften. Die vierte Folge zeigt die kalifornische Mojave-Wüste, die trotz ihres grauen Äußeren viel Buntes und Schillerndes zu bieten hat.
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Die Farben der Wüste LANDSCHAFTSBILD Die gelbe Sahara
Ob das Weiß der salzbedeckten bolivianischen Hochebenen, die unzähligen Rot-Töne des Colorado-Plateaus oder das blasse Rosa des Wadi Rum in Jordanien - die Farbpalette der Wüste ist immens. Die Reihe "Die Farben der Wüste" enthüllt anhand der Farben die Geheimnisse einer der faszinierendsten Landschaften. Der letzte Teil beschäftigt sich mit der Wüste, die wie keine andere die Vorstellung von traumverlorener Unendlichkeit verkörpert: der Sahara.
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Die Magie der Farben DOKUMENTATION Von Höhlenrot bis Göttergelb (Folge: 1)
Ob Ocker, Rot, Gelb, Grün oder Blau: Hinter jedem Farbton verbergen sich ungeahnte Geschichten und erstaunliche Fakten. Warum haben sie seit jeher eine so große Bedeutung für den Menschen? Nur wer erkennt, ob eine Frucht reif oder giftig ist, kann überleben. Alle Farben in der Natur dienen einem biologischen Zweck, und jedes Lebewesen hat seine Wahrnehmung darauf spezialisiert. Aber allein der Mensch stellt Farben her und verleiht ihnen Symbolkraft. "Terra X" taucht in die wechselvolle Geschichte unserer Farbcodes - von den Anfängen bis in die Gegenwart. Kulturgeschichten und Naturphänomene werden miteinander verwoben und führen zu verblüffenden Erkenntnissen. Inwieweit steuern Farben noch heute unser Verhalten, ohne dass wir es merken? Wie funktioniert dieser evolutionäre Code? Diesem Rätsel sind Wissenschaftler seit Jahrhunderten auf der Spur. Die erste wegweisende Entdeckung macht Isaac Newton 1730 und schockiert damals die Welt. In seinem Versuch mit einem Glasprisma und Licht entdeckt er, dass es Farben gar nicht wirklich gibt. Eine unfassbare Erkenntnis. Denn bereits vor 100 000 Jahren unternahmen Menschen große Anstrengungen, um Farbe in ihr Leben zu holen. Das entdecken Archäologen 2008 in der Blombos-Höhle an der Küste Südafrikas. Sie finden Ockerstücke und Muscheln, die Steinzeitmenschen in der Höhle versteckt haben. Es ist die älteste Farbwerkstatt der Menschheit. Plötzlich gab es eine Möglichkeit, sein Äußeres zu verändern, mit Farbe ein individuelles Kennzeichen zu setzen. Ein Meilenstein in unserer Geschichte. Bis heute heben sich viele Naturvölker mit Körperbemalung von anderen ab, von den Massai in Afrika bis zu den Aborigines in Australien. Und wir machen etwas ganz Ähnliches fast täglich - wenn wir uns schminken, bunt kleiden oder die Haare färben. Mit Farben individualisieren wir uns oder zeigen an, zu welcher Gruppe wir gehören. Wie kam die Farbe überhaupt in die Welt? War sie schon immer bunt? Erst vor 200 Millionen Jahren entsteht die erste Farbe: das Grün der Pflanzen. Weil sie die älteste und lange Zeit die wichtigste Farbe für alle Lebewesen war, können Menschen bis heute im Grün die meisten Farbnuancen erkennen. Für den Siegeszug des Homo sapiens war allerdings eine andere Farbe entscheidend: Vor rund 35 Millionen Jahren entsteht das magische Rot. Der amerikanische Neurowissenschaftler Jay Neitz fand heraus, dass die Fähigkeit, Rot zu sehen, zur Schlüsselkompetenz wurde. Seine Experimente mit bizarren Artverwandten, den Totenkopfäffchen, erlauben verblüffende Einblicke in die evolutionäre Entwicklung. Bis heute wirkt Rot als Signal- und Alarmfarbe, weil unsere Augen sich zu Rotspezialisten weiterentwickelt haben und Rot am schnellsten von allen Farben wahrnehmen können. Lange war das Blau des Himmels und des Meeres für den Menschen nicht greifbar, bis um 8000 vor Christus Bergarbeiter im Hindukusch einen leuchtenden Stein finden: Lapislazuli, wörtlich das "Blau des Himmels". Das erste Blau auf Erden. Schnell wird er in der ganzen Welt begehrt und forciert die beginnende Globalisierung. Die Ägypter versuchen vergeblich, aus Lapis auch ein Malpigment herzustellen, und entdecken durch Zufall ihren eigenen Farbstoff - der Startschuss zu einer bunten Epoche. Immer größer werden die Anstrengungen, die Menschen unternehmen, um leuchtende Farben zu gewinnen. Warum üben Farben eine solche Faszination auf uns aus? Experimente mit Babys zeigen, dass uns ein Farbprogramm schon in die Wiege gelegt ist. Farben sind eine Sprache der Natur und das größte Kommunikationssystem der Welt.
3SAT Doku
Die Magie der Farben DOKUMENTATION Von Königspurpur bis Jeansblau (Folge: 2)
Seit Jahrtausenden bestimmen Farben unser Leben. Diese Folge fokussiert deren wechselvolle Geschichte von der Antike bis zur Neuzeit, zeigt, wie der Mensch ihnen Symbolkraft und Magie verleiht. Warum haben die Farbcodes so eine große Bedeutung für den Menschen? "Terra X" verknüpft Kulturgeschichte, Wissenschaft und Naturphänomene und kommt zu verblüffenden Antworten. Um die Zeitenwende tragen die Farben maßgeblich dazu bei, die Gesellschaften zu ordnen. Seit dem Mittelalter spielen sie eine ungeahnte Rolle bei der Entdeckung der Welt. Welch große Wirkung Farben auf das Leben der Menschen hatten, zeigt sich spätestens, als Goethe und Newton sich intensiv diesem Phänomen von unterschiedlichen Standpunkten her nähern. 1810 veröffentlicht Johann Wolfgang von Goethe seine rund 2000 Seiten umfassende Farbenlehre. Er schrieb den Farbtönen übergeordnete Eigenschaften zu. Ihrer Wirkung können wir uns in keinem Lebensbereich entziehen. Umso größer das Rätsel, auf das der Archäologiestudent Vinzenz Brinkmann Anfang der 1980er Jahre stößt. Denn im Unterschied zu allen anderen Epochen gilt die griechische Antike lange als "weißes Zeitalter" - Bauten und Bilder kommen anscheinend ohne Farben aus. Als Brinkman mit den Untersuchungen der antiken Statuen beginnt, ahnt er noch nicht, dass seine Geschichte sich zu einem wahren Krimi entwickelt. Auch die chinesische Terrakottaarmee war nicht immer Grau in Grau. Aber ihre Farben blättern nach der Ausgrabung der Figuren binnen Sekundenbruchteilen ab. Der Archäologin Catharina Blänsdorf gelingt es trotzdem, ihr Geheimnis zu entschlüsseln. Sie findet heraus, dass die Soldaten nicht nur bunt dekoriert waren, sondern der chinesische Kaiser Qin Shi Huang Di sein Riesenreich tatsächlich mithilfe von Farben einte. Wer welche Farben tragen darf, regeln Kleiderordnungen in vielen Epochen. Sie sollen für gesellschaftliche Stabilität und Frieden sorgen. Im Rom der Kaiserzeit kennzeichnen sich erstmals auch Sportbewegungen und Fangruppen im Kolosseum mit Farben. Der Vorläufer der heutigen Parteienfarben. Aber warum eignen sie sich so gut als Ordnungsprinzip für uns? Daran forscht die Psychologin Alexandra Gradison vom Surrey Baby Lab. Mit vier Monate alten Babys kann sie nachweisen, wie tief unsere Verbindung zu Farben verankert ist. Sie untersucht, ob wir sogar schon in Farbkategorien denken, bevor wir überhaupt sprechen lernen. Farben ermöglichen Orientierung in Millisekunden. Diese Erkenntnisse werden erfolgreich genutzt, vor allem dort, wo es sehr schnell gehen muss. Zum Beispiel in der Notaufnahme. Farbinformationen verwerten zu können, war überlebenswichtig. Schon zu der Zeit der Einzeller, die nach dem Licht der Sonne - Rot am Morgen, Blau am Tag - ihren Fress- und Ruhe-Rhythmus steuerten. Der Neurowissenschaftler Jay Neitz kann mit Fischen zeigen, dass der gleiche Effekt unsere innere Uhr steuert. Die psychologische Wirkung von Farben, die Goethe postuliert, wird wissenschaftlich erklärbar. Warum Rot im Schlafzimmer tatsächlich anregt, und warum wir bei Blau frieren. Warum die Olympiamannschaft, die Rot trug, mehr gewann. Selbst, dass Essen und Wein mit dem Licht ihren Geschmack ändern, erklärt sich durch die unschlagbare Logik der Natur.
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